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13 Juni 2004
Irgendwo in meiner Wohnung muss sich ein Müllmaterialisierer befinden. Andauernd werfe ich Tonnen von Krempel weg und kaum drehe ich der eben aufgeräumten Stelle den Rücken zu, steht da was Neues. Ein Elend. Den Tag habe ich mit Festplattenaufräumen begonnen. Seitdem ich eine Digitalkamera besitze, neigt sich der Speicherplatz bedrohlich dem Ende zu. Ich überlege, ob es genügt lediglich mehr Speicher zu kaufen oder ob ich mich am Ende auch noch von meinem wunderbaren Pentium I trennen sollte. Den habe ich erst fünf Jahre. Mein 3-86er hat immerhin acht Jahre überdauert ... Nach dem virtuellen Aufräumen, bin ich zu meiner Wohnung übergegangen. Dabei musste ich feststellen, dass im Kleiderschrank nicht mal mehr vierzig Kilobyte zur Verfügung stehen. Ich befürchte, die nächste Bluse, die ich auf die Kleiderstange hängen möchte, wird zu einem Totalzusammenbruch führen. Es muss betont werden, dass dieser Umstand nicht von meinem Kleidungsrepertoire rührt. Es sind vielmehr die ganzen Anzüge meines Mitbewohners, die den Kollaps herbei führen. Ferner ist er krawattensüchtig. Ich habe in der Schranktür zwei Stangen für meine Gürtel. Leider sind diese Hängevorrichtungen komplett ausgelastet. Nach einer mehrminütigen Aktion gelang es mir lediglich einen meiner zwei Gürtel an den dafür vorgesehenen Platz zu drapieren. Eben wollte ich mich mit meinem Nachbarn zum Wählen verabreden, aber der tut wieder ganz wichtig und gab vor arbeiten zu müssen. Dafür werde ich die drei Bücher, die er mir geliehen hat, dem Sonnwendfeuer zuführen.

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