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30 September 2004
Übrigens für die Damen, die wissen, was Fledermausarme sind. Ich hab ein sensationelles Workout entdeckt. Man legt sich im Babybecken ins 30 Zentimeter tiefe lauwarm eingepinkelte Wasser und robbt zwei Stunden bäuchlings mit einem Dreijährigen auf dem Rücken durch selbiges. Die Motivation wird gefördert durch antreibende Rufe "Los, schneller, DU Wasserschnalle!" Ich hatte zwei Tage Muskelkater wie noch nie.
Ich beobachte eine bedenkliche gesellschaftliche Entwicklung. Seitdem ich so deutlich auf die 30 zugehe, interessieren sich v.a. halb Minderjährige für mich. Selbst bei finya.de ist es unter 20-25jährigen Mode sich älter zu machen, um mit meiner Altersklasse in Kontakt zu treten. Zu höchster Verwunderung hat mich kürzlich ein Typ am Potsdamer Platz gebracht, als er fragte: "Kann ich Dich mal ansprechen?" Der war gerade mal 20 oder so. Ich: "N' Zeitungsabo hab ich schon, herzlichen Dank!" Er: "Neee, ich will Dir kein Abo verkaufen, ich wollte Dir sagen, dass Deine meergrünen Ohrringe total gut zu Deinem Oberteil passen." Ich: ??? (Männer und 16-Farben-Weltbild ???) und dann fragt er nach der Telefonnummer. Zu meiner Zeit war so etwas undenkbar.
Mein Kollege schlug vor, dass wir Mittags jetzt immer spazieren gehen, da er gelesen habe, dass eine tägliche Ration von 20 Minuten Sonnenlicht die Winterdepressionen abhielte. Als großer Freund von Effizient sehe ich das als Zeitverschwendung an. Ein wöchentlicher Gang in den Assitoaster könnte dies beispielsweise kompensieren. Das teilte ich ihm mit. Nach kurzem Überlegen entschied er Sonntags nicht 140 Minuten ins Solarium zu gehen.
27 September 2004
Großartiger Flyer des Kiezpizzabäckers . Zitat aus der Broschüre: Pizza King liefert in Prenzlauer Berg und Mitte. Uns gibt es nur einmal in Berlin, weil es uns nur einmal in Berlin gibt. Image Hosted by ImageShack.us
Döner-Penner Teil 2: Mein Mitbewohner kauft auf dem Heimweg ein Brot. Angekommen am Ziel-U-Bahnhof stehen wir ein Plakat betrachtend auf dem Gleis, als ich den Döner-Penner (Eintrag vom 04.09.04) auf uns zusteuern sehe. „Hallo, könnt ihr mir helfen, ich hab Hunger.“ Mein Mitbewohner schaut den Bettler an, schaut das Brot an und sagt: „Du kannst mein Brot haben, wenn du magst“ Der Clochard echauffiert: „Ich kann trocken Brot nich leiden, ich will drei Euro für nen Döner!“ Mitbewohnwe schaut verwundert wie ein Schaf und hinter uns lacht es schallend. Wladimir Kaminer steht rauchend (is doch total verboten!) da und hat die Szene beobachtet. Wehe, der klaut mir meine Döner-Penner-Geschichten!
26 September 2004
Schön, jetzt kenne ich den Unterschied zwischen "das ist mir unangenehm" und "ich hab Angst". Als wir gestern am Zoo die Treppen zur S-Bahn hochlaufen, sehe ich einen der jugendlichen Drogenabhängigen, die man so von Betteln kennt, wie er mit irgendeiner Waffe rumhantiert, sie läd und grinsend mit den Worten "na mal sehen, was sie jetzt sagen" weg geht. Ich hab den Typen schon ein Paar mal am Winterfeldplatz gesehen und die Art wie er Leute anschnort, fand ich schon leicht pathologisch, aber jetzt möchte ich dem nie mehr begegnen. Ich hab mich gefragt, was das für ein Ding war. Eine Schreckschußpistole sieht ja eher aus wie ein Revolver, das Ding sah wie etwas Halbautomatisches aus.
25 September 2004
Das finde ich ja mal amüsant. Zum wöchentlichen Fernsehrepertoire gehörte neben "Wetten daß?" in Teenagerzeiten natürlich auch "Herzblatt". Ca. 10 Jahre später zappe ich am fremden Fernseher zufällig in letztgenannte Show und wundere mich über die drei Kandidaten am einen Ende der Wand. Sahen doch alle drei irgendwie leicht schwul aus. Ich warte also gespannt auf die Dame am anderen Ende der Wand. Der Moderator blubbert unwitziges Zeug und holt "Herbert" auf die Bühne. Da hab ich vielleicht blöd geschaut. Sollte es doch Veränderungen in der Gesellschaft geben? Immerhin war Herzblatt, produziert vom bayerischen Rundfunk, stets die konservativste Deppensendung am Freitag Vorabend. Ne, ne, ne, ich werde echt richtig alt. Das hat es früher nich gegeben sowas.
Erst finden sie Milchzucker in der Milchstraße und dann auch noch Galaxiezusammenstoß nahe der Erde. Und ich wundere mich, warum ich nicht schlafen kann ...
24 September 2004
Und da ich mich sowieso schon als ausreichend wahnsinnig dargestellt habe, hier der Aufruf meinen Traum zu deuten: Ich befinde mich im Erdgeschoß einer Wohnung mit einer Glasfront zum Garten. Meine eigentlich geschiedenen Eltern waren da und wir sehen Außerirdische in unsere Wohnung kommen. Mein Vater verschwindet und meine Mutter und ich ergeben uns widerstandslos. Die Aliens sind zwei kleine Frauen mir großen Augen, die uns loben, dass wir so vernünftig waren. Die eine der beiden Alien-Frauen sagt, ich könne ihr meine Brille geben, da ich nun Augen bekomme. Sie reicht mir ein Paar Augäpfel und ich drücke sie mir in die Augenhöhlen, würge und spucke meine eigenen in die Spüle. Als ich um mich blicke, merke ich, dass ich scharf sehen kann, jedoch Dinge, die weiss sind, unsichtbar werden. Auf dem Weg zur Menschensammelstelle entkomme ich und steige zu einem Freund ins Auto. Er sagt: Wir fahren jetzt nach Ostdeutschland. Ostdeutschland stellt sich als runtergekommene Industrielandschaft dar. Wir halten an einem Haus mit einem großen Schlot und gehen durch mehrere Keller in ein Restaurant, wo es nur Blutwurst und ein Gericht mit abgeschnittenen Bratwurstenden gibt. Als ich rauchen will, stelle ich fest, dass ich keine Zigaretten habe. Der Kellner bringt mir eine selbstgedrehte, die umgehend in Flammen aufgeht. Ich lasse sie zu Boden fallen, sie rollt sich aus und innen befindet sich kein Tabak, sondern sechs langstielige rote Rosen.
Auf vielfachen Wunsch: Image Hosted by ImageShack.us
Während einer Besprechung hatte ich heute einen Geistesblitz, wie wir von einem Zweitmarkt unglaublich viel Geld abschöpfen könnten. Ich sollte vorab erläutern, dass ich in der Personalentwicklung des Subunternehmens arbeite, welches v.a. Sicherheitsfachleute und Reiniger beschäftigt. Eines der Hindernisse unseren Reinigern unsere Konzepte zu verkaufen ist sprachlicher Natur. Neben türkisch, polnisch, russisch, serbokroatisch und verschiedenen chinesischen Dialekten, sollte ich v.a. des Bulgarischen und Nigerianischen mächtig sein. Angesichts dieser Sprachvielfalt, die hier von Nöten ist, würde ich gerne an das Auswärtige Amt treten und den Diplomaten eine Fortbildung anbieten. Bei uns könnten sie neben den Sprachen, ihre Kompetenzen in Gesprächsführung und diverse De-Eskalationsstrategien erproben. Von interkultureller Kompetenz und Intergrationsfähigkeit gar nicht zu sprechen. Mein Chef war begeistert. Leider bleibt diese Möglichkeit verschlossen, da nur unser Bildungsdienstleister Geschäft am öffentlichen Markt machen darf. Schade eigentlich. Wäre für mich gleichzeitig eine geeignete Möglichkeit gewesen, eine gute Partie kennen zu lernen.
Zum letzten Geburtstag hat mein Nachbar ein wunderschönes Geschenk von mir bekommen. Genauer gesagt DAS schönste Präsent, was ich je verschenkt habe. Schon auf der Party hat er mehrere Male versucht es zu verschenken. Da ich anwesend war, konnte ich dieses Vorhaben erfolgreich unterlaufen. Jetzt gibt er meinem Mitbewohner doch glatt den Schlüssel samt Geburtstagsgeschenk! Undankbarer Lümmel! Der bekommt nie mehr was von mir! Image Hosted by ImageShack.us Image Hosted by ImageShack.us
23 September 2004
Heute hab ich es also geschafft und meinen ersten fatalen Fehler bei meinem neuen Arbeitgeber begangen. Glücklicherweise blieb mir eine öffentliche Auspeitschung erspart. Auf der Fahrt in die Arbeit habe ich festgestellt, dass meine Familie eine Schwäche für neurotische Hunde hat. Von dem fleischallergischen Hund meines Vaters berichtete ich bereits. Der Kläffer meiner sizilianischen Großmutter ist dementgegen Allesfresser - jedenfalls so lange Parmesan auf sein Futter gestreut wird. Man sagt ja Augen seien der Spiegel zur Seele. Ich persönlich glaube eher, Tölen sind das eigentliche Barometer.
22 September 2004
TTD Torture-Travelling-Day, 4.30 aufstehen, 05:58 in den Sprinter, 10.30 bis 17.30 in FFM arbeiten, 18:15 zurück, 22.45 zu Hause. Mehr als einmal in der Woche brauche ich das nicht.
21 September 2004
Mein Mitbewohner will zu meinem Nachbarn ziehen. Nur weil der DSL und nen Fernsehanschluss hat. Das ist doch gemein. Er hat es mir schonend beigebracht und ich habe nicht sehr lange geweint. Dann habe ich ihm ein Empfehlungsschreiben verfasst und ihn von dannen ziehen lassen. Mit etwas Glück kann ihn mein Nachbar nicht leiden.
Fast zwei Jahre frieren hat sich bezahlt gemacht. Heute habe ich die frohe Botschaft erhalten, dass ich ab Oktober weniger Miete zahle und eine Nachzahlung erhalte. Sehr aufschlussreich war auch das Begleitschreiben. Dort wurde detailliert aufgeschlüsselt für was ich Nebenkosten zahle. U.a. für Dinge wie Grünfläche, Sondergartenpflanzen, Spielplätze (Plural!) und Hauswartmaterial. Schön. Ab morgen gehe ich täglich schaukeln.
Übrigens Don't der Woche: Einem Dreijährigen in Stöckelschuhen (die hatte nicht er an sondern ich) zeigen, wie man auf einer Stange balanciert. Führt zu folgendem Ergebnis: Lieblingskleid fast zerrissen, Handtasche im hohen Bogen von sich geworfen, Absatz angeknickst, Schmerzen im Knie und Handgelenk, neue Hämatome auf rechtem Bein. Ich hatte irgendwie in Erinnerung, dass ich Turnschuhe trug ... jedenfalls war mir dieser Faux-Pas so peinlich wie lange nichts mehr. Das Ganze trug sich am Helmholtzplatz in der Nachmittagssonne vor mehreren Dutzend Zuschauern zu. Die haben bestimmt gedacht: "Oh Mann, die aufgestrapste Tussi, wollte mal einen auf hach-wat-bin-ich-locker-drauf machen und versagt dann so kläglich, ha, ha!" Grmpf! Einen meiner superschicken pinkfarbenen Ohrringe hab ich dabei auch verloren. Gut, dass Frau Zukka die auch hat. Sag mal, Zukka, willst Du mich nicht mal zu Dir nach Hause zum Kaffee einladen?
Ok, Sonntag ist ja Ende der Woche: Don't dieser Woche folgendes Experiment. Hand nach Abtrocknen an automatischen Handtuschaufwickler halten und warten was passiert.
20 September 2004
Wenn der Arm langsam schwarz wird, ist das gut oder schlecht? Image Hosted by ImageShack.us
Pferde konnte ich noch nie leiden. Wahrscheinlich das Grundproblem in meiner Sozialisation. Über dieses Geschenk hätte ich mich jedenfalls freuen können. Weihnachten steht quasi vor der Tür und ich habe auch schon die ersten Bauchschmerzen vom übermäßigen Dominosteinverzehr hinter mir. Image Hosted by ImageShack.us
Schön, wenn es noch Menschen geben sollte, die keine Zielgruppe sind. Ich leider nicht. Nein, sagen wir so: ich bemühe mich stets es nicht zu sein. Aber ich versage täglich. Als eine akute Rettungsmaßnahme habe ich vor zwei Jahren meinen Fernseher abgeschafft. Ich komme zu Kinoverabredungen grundsätzlich eine halbe Stunde zu spät und das Radio schalte ich zur vollen Stunde ab. Ich besitze kein DSL, mein CD-Player ist kaputt und ich habe keinen neuen nachgekauft. Insgesamt führe ich so etwas wie ein Eremitendasein. Ich war mir sicher, dass es hilft. Hilft auch, so lange ich nicht in die Nähe irgendwelcher (vorzugsweise bewegter) Medien komme. Einmal hat mich jemand eine halbe Stunde allein in einem Raum mit Ferseher gelassen. Bei seiner Rückkehr hatte ich sechs Liter Autogloss 707 mit Nanotechnologie, eine MANNESMANN Elektro-Kettensäge Oregon und 20 dieser fantastischen Klettklebebänder bestellt, die jeweils zehn Kilogramm halten. Alles was bei mir auf dem Boden stand, habe ich mit einem Klettbändchen versehen und es an die Wand geklettet. Jetzt habe ich wieder viel Beinfreiheit. (Das Sofa ist leider schwerer als zehn Kilo) Ein anderes Mal, saß ich in einem Café und wartete auf meine Verabredung. Noch bevor mein Date eintraf, entschloss ich mich, wieder aufzustehen und ein Paar Kleinigkeiten, die ich zuvor im Werbefernsehen gesehen hatte, kaufen zu gehen. Da sitze ich nun mit vier verschiedenen Maggi Fix Produkten, dem neuen Mango-Shampoo von Guhl und einer mir bis Dato völlig unbekannten Salatsoße von Bertolli. Keine Zielgruppe

18 September 2004
Das alles erklärende Chart macht mich fertig. Seit Anfang der Woche bastele ich an einer Präsentation, welche die Grundlage für meine weitere Tätigkeit sein soll. Jetzt fehlt noch ein Chart - die Kernaussage sozusagen. Ich habe schon über zehn Versionen produziert, aber keine zeigt auf einen Blick, was sie zeigen soll. Zusätzlich habe ich gestern einen Film mit James Belushi gesehen und mit Erstaunen festgestellt, dass ich ihn als abgehalfterten, leicht verfetteten Ex-Actionhelden ziemlich erotisch finde. In Kombination mit meiner Wochenbeschäftigung der Chartproduktion ergab sich heute mal wieder ein wunderbarer Traum. Ich liege mit James im Bett und zwischen uns steht der Laptop mit der Präsentation. Er sagt: Erst das Chart, Honey! Image Hosted by ImageShack.us
17 September 2004
Eine weitere Begebenheit, geklaut aus der Lebenserfahrung meines kettenrauchenden und sportsüchtigen Mitbewohners: Bamberger Halbmarathon, Mai 2004: Die Organisatoren haben sich eine Strecke erdacht, die jeden erdenklichen Berg in Bamberg überwindet und keine noch so kleine Steigung auf Kopfsteinpflasteruntergrund auslässt. Hintergrundmotiv war der freundliche Gedanke, der schönen Aussicht, die natürlich jeden Marathonläufer im höchsten Maße anspricht. Er läuft deutlich unter zwei Stunden und landet bei den ersten 300 von 2.000 Läufern. Jedoch ist er dem Tode nahe. Seine Hypothese: etwas in der Streckeneinteilung war schlecht geplant. Er schaut sich die einzelnen Steckenlaufzeiten an und erinnert sich, dass er im ersten Viertel, welches die höchste aller Steigungen überwindet, das Gefühl hatte, er würde von allen überholt werden und müsse schneller laufen. Gratulation, er wurde von genau 50 Läufern überholt. Denn er war Läufer Nummer 51. Da sieht man mal wieder, alles eine Frage der Bezugsgröße. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an ein MAD-Heft, welches der Frau von heute, die sich übergewichtig fühlt, empfahl, die Bezugsgröße zu ändern. Einfach alle schlanken Freundinnen in den Wind schießen und nur noch zwischen Adipösen aufhalten. Die Kleidung drei Größen zu groß kaufen und sich von allen Kollegen sagen lassen: Mensch Erna, haste abgenommen?
Frau Nuf stellt einen Weltrekord auf. Sie vermag es, sich morgens so früh aus dem Bett zu erheben, dass sie noch zu den offiziellen Öffnungszeiten eine Bank betreten kann. Leider ist ihre Onlinebank von einer anderen, ihr nicht sehr passenden Bank aufgekauft worden und es sind wichtige Details zu klären. (Lieber Finanzberater, Du musst nicht hyperventilieren, ich war hier nicht im Begriff fremd zu gehen, ehrlich!). Nun. Sie betritt die Filiale und sucht sich eine der Schlangen aus. Vor ihr eine 1,50 m kleine, freundlich dreinschauende Dame mit lila Hut. Sie hat ein Sparbuch dabei und ist mit dem Vorsatz hergekommen, Geld abzuheben. Frau Nuf behält den vorgeschriebenen Diskretionsabstand. Die Rentnerin ist an der Reihe und es stellt sich schnell heraus, dass sie a) taub und b) senil ist. „Guten Tag, ich würde gerne Geld abholen.“ (Dieser Teil ist kontextuell konfabuliert) Die Dame reicht das Sparbuch. Bankangestellter sagt was. Dame sagt laut: „Was? Ich kann sie nicht hören, ich höre so schlecht!“ Bankangestellter, halb rufend: „Sie haben ein Codewort zu ihrer eigenen Sicherheit installieren lassen, wie lautet es?“ Frau: „Oh!“, schlägt besorgt Hand vor Mund „da kann ich mich jetzt gar nicht erinnern.“ Bankangestellter: „Raten sie doch mal, sie haben bestimmt etwas genommen, an das sie sich gut erinnern“ Gesicht der Frau erstrahlt: „Hach, das Todesdatum meiner Mutter? 19101944?“ B: „Nein.“ Frau, überlegend: „Oh, was könnte es denn noch sein? Das Todesdatum meiner Schwester? 20031979?“ B: „Nein, denken sie doch mal an was anderes, keine Zahlen.“ F: „Haaa! Der Name meines verstorbenen Mannes: Heinz-Harald, vielleicht?“ B. „Nein, leider auch nicht, denken sie doch eher mal an ihre Haustiere!“ F: „Ah, ja jetzt weiss ich es wieder, Stella?“ B. „Nein... aber fast“ F., seuftst erschöpft: „Ohje! Welches denn? Mieze vielleicht?“ --------------------------[7 Haustiere später] -------------------------- F: „Die kleine Minka?“ Yeah!!! Treffer! Gratulation! Doch das war nicht alles. Als ich endlich an der Reihe war, berichtet der Angestellte den Tränen nahe, dass die Frau einmal in der Woche komme und sich jedes Mal nicht erinnere, jedoch darauf bestünde, dass ein solches Codewort viel sicherer sei. Wo sie recht hat, hat sie recht! Ich kenne das aus meiner 3mal Handypinfalscheingabe. „Sie müssen erst das Passwort sagen, damit ich ihnen den Super-PUC sagen kann“ „PASSWORT?“ „Ja, es ist ein Name, vermutlich ihres Freundes.“ „Oh Fuck, in welchem Jahr, hab ich das denn installieren lassen?“ „Kann ich ihnen nicht sagen.“ „Ähm. Ok. Ist es vielleicht Sven? Martin, Patrick, Gregor, Steffen, Toni, Lars, Klaas, Bjön, Tom, ... [tbc]“ Meistens schaffe ich es.
Liebe blutspendende Gemeinde! Ich hätte da mal eine Frage: Sieht das immer so aus? Image Hosted by ImageShack.us Jetzt weiss ich, warum man eine Urkunde fürs Büro bekommt. Das ist, damit meine Kollegen nicht denken, dass ich ein Junkie bin. P.S. Den rechten Arm zu fotografieren ist schwieriger als den Fuß zu fotografieren.
16 September 2004
Ëñdlîch käñn mån Ê®préssè®bríéfè äü¢h õnliñè sch®eìbën und pê® Màìl ve®s©hïckën ünd müss ñ¡cht stúndéñlâng Bµ¢hstàbeñ åüs Zé¡túngèñ âúss©hñëìden ûnd aµfklèben!
Ein weiteres wichtiges Tool findet sich hier . Und da ich schon dabei bin, es gibt neben unnützen Tools natürlich auch eine Menge völlig überflüssiges Wissen. Absolutes Highlight bleibt die Erkenntnis, dass man sich nicht selbst am Ellbogen lecken kann. Es mag zutreffen, dass das schon fast jedem bekannt ist, dennoch war es heute wieder die wahre Freude erst meinen Kollegen dabei zu bestaunen auf welche Weise er versuchte das Gegenteil zu beweisen und anschließend meinen Chef zungestreckend in seiner Bürotür stehen zu sehen wie er versuchte vergeblich seinen Ellebogen zu lecken. Jedoch sollte man für jeden Smalltalk ein Mindestrepertoire an unnützen Kenntnissen sein eigen nennen, als da wären: * 1976 heiratete eine Frau aus Los Angeles im Beisein von 20 Gästen einen 50 Pfund schweren Felsen. * Jährlich sterben mehr Menschen durch Esel als durch Flugzeugabstürze. * Mit dem Kopf gegen die Wand schlagen verbraucht pro Stunde 150 Kalorien * Ab einer Kälte von -90° Fahrenheit friert der Atem in der Luft und fällt zu Boden. * Die Erde wiegt ungefähr 6.588.000.000.000.000.000.000.000.000 Tonnen * Ameisenbären essen lieber Termiten als Ameisen. * Der menschliche Körper enthält genügend Kohlenstoff, um ca. 9.000 Bleistifte mit Minen zu versorgen. * In Texas ist es verboten, Graffiti auf fremde Kühe zu sprühen. * 1970 veröffentlichte eine US-Seifenfirma in der saudiarabischen Presse eine Anzeige, mit der für ein neues Seifenpulver geworben werden sollte. Links sah man einen Haufen schmutziger Wäsche, in der Mitte einen Waschbottich von Seifenschaum überkrönt, rechts einen Haufen strahlend weißer Wäsche. Da Araber von rechts nach links lesen, hatte die Anzeige keinen Erfolg. * Die erste Bombe der Alliierten, die im 2. Weltkrieg über Berlin abgeworfen wurde, tötete den einzigen Elefanten im Berliner Zoo. *
Außerdem habe ich mich heute wieder neu verliebt. Der mysteriöse Schuhladen hat geliefert. Mein Paket habe ich im Korsettladen im Nachbarhaus abgeholt. Frauen in Berlin sind wieder sicher. Image Hosted by ImageShack.us (Hintergrundstory: Ich stehe im Schlafzimmer und versuche meine Füße zu fotografieren. Mein Mitbewohner kommt nach Hause und fragt zweifelnd: "Sag mal, fotografierst Du seit neustem auch schon Deinen eigenen Arsch?" "Ne, Du Nase ich versuche mich dabei zu fotografieren, wie ich meinen eigenen Ellbogen lecke!")
15 September 2004
Man muss auch nicht immer einen Roman schreiben, damit eine lustige Geschichte raus kommt. Gestern Abend berichtete einer meiner Freunde folgendes: Er fuhr am Wochenende mit seiner Freundin nach Polen. Im Geiste der EU-Osterweiterung wollten sie Vorurteile abbauen. Das ist ihnen erfolgreich gelungen, denn als sie am zweiten Tag vom Ausflug wieder kamen, war das Auto gestohlen.
Heute morgen war ich beim Blutspenden. Super Sache, man macht es sich auf den Liegen bequem und mit etwas Glück liegt der Controller aus der 7. Etage neben einem. (Dazu müsste ich wohl noch erwähnen, dass die illustre Veranstaltung im Bahntower stattfand.) Noch besser ist es nicht zu frühstücken. Das hat er auch nicht gemacht und so wurden wir beide verdonnert ein Brötchen zu essen. Dabei grinsten wir uns an und wenn nicht andauernd die Krankenschwester gekommen wäre und gefragt hätte, was wir trinken wollen, wären wir sicherlich ins Gespräch gekommen. Das Schicksal meinte es dennoch gut mit mir, denn es waren nur die nebeneinander stehende Links- und die Rechtsarmliege frei. Da lagen wir also, total romantisch, ganz nah beieinander und schauten aus der 21. Etage auf den Tiergarten. Auch da hätten wir fast angefangen miteinander zu sprechen – jedenfalls wenn mein Blut gelaufen wäre. Wollte es aber nicht. Da half kein erneutes Anstechen, pumpen oder gutes Zureden. Das Gerät piepste und piepste und andauernd war die Krankenschwester da, um mich mit irgendwelchen hochinteressanten Thesen zu erfreuen. Er blutete in 4 Minuten den ganzen Beutel voll und entschwand mit einem kurzen "Schüss". Schade eigentlich. Ich hab in zehn Minuten nur jämmerliche 200 Milliliter ausgeblutet. Das reicht leider nicht für den guten Zweck. Man wollte es auch nicht nach Transsilvanien spenden und ich durfte es auch nicht zum Blutwurstmachen mit nach Hause nehmen. Insgesamt also eher ein Flop.
14 September 2004
Rettung für Zweiblum. Auch sonst viele überlebenswichtige Tipps für jeden Herrn. 1 2 3 und fertig!  Yupeee!
Hach, wie gut, dass ich so viele Vornamen habe. Da kann man damit richtig Spaß haben. Ein gewisser Nachbar wird weinen.
13 September 2004
Ich bin wirklich nicht sehr esoterisch veranlagt. Jedoch habe ich vor einigen Jahren zufällig entdeckt, dass ich eine PSI-Fähigkeit besitze. Ich kann mit in einer Versuchsreihe ermittelten Trefferquote von 95% Farben raten, an die jemand anders denkt. Allerdings nur wenn ich denjenigen dabei anschauen kann. Es geht auch nicht immer, nur phasenweise, dann aber so, dass ich damit im Zirkus auftreten könnte. Da Männer aufgrund ihrer genetischen Beschaffenheit nur 16 Farben kennen und wahrnehmen können, mag das im ersten Moment wenig Eindruck machen. Ich muss aber betonen, dass meine wunderbare Fähigkeit auch bei Frauen funktioniert und ich sogar Farben wie azurblau, karminrot und pastellgelb hellsehen kann. Es ist schön eine solche außergewöhnliche Fähigkeit zu haben. Auch wenn sie völlig nutzlos ist. Denn mit PSI-Fähigkeiten und sonstigen Mutationen kann man auch echt gestraft sein. Mein Kumpel Slimeboy z.B., den hats echt blöder erwischt. Er hat die außergewöhnliche Fähigkeit ein stinkendes, grünliches Sekret abzusondern, wenn er sich ärgert.
Vor Kurzem entdeckte ich die hohe Kunst des Quartettspielens wieder. Das Autoquartett war vergleichsweise enttäuschend. Ich habe mir dann ein eigenes aus süßen Tierbabys gemacht. Ideale Möglichkeit Leute kennen zu lernen: Man setzt sich in ein Café und spielt und schwups hat man Freunde. Image Hosted by ImageShack.us
12 September 2004
Meine katholische Putzfrau muss schlimme Alpträume haben. Leider kann ich ihr meine tatsächlichen Lebensumstände nicht verständlich machen, da wir des jeweils anderen Sprache nicht mächtig sind. So konnte sie z.B. noch nicht verarbeiten, dass mein Mitbewohner nicht mein Freund ist. Als ich mal nicht da war und er in meiner Abwesenheit die Dreistheit besaß seine Freundin einzuladen, berichtete sie mir besorgt: „Immer wenn Frau nicht da, ist andere blonde Frau bei Dein Mann und küsst.“ Sie wunderte sich sehr, dass ich diese Botschaft sehr gelassen aufnahm. Als ich gestern vom Einkaufen in Begleitung eines Freundes nach Hause kam, sprang sie mir kreidebleich entgegen und zog mich in den Flur: „Jetzt Krieg. Blonde Mann in Wohnung und schwarze Mann in Flur!“ Ich begab mich umgehend zum Kleiderschrank, zog meine Lederhandschuhe heraus und übergab je einen an die beiden Herren und forderte sie auf, sich selbige gegenseitig ins Gesicht zu schlagen. Leider konnte ich die auf allen Seiten verwunderten Gesichter nicht fotografisch festhalten. Dabei wollte ich die Sache ein für alle Mal im Duell ordentlich geklärt haben. Das hat die gutherzige Frau verdient, finde ich.
Der 1. August war, wie jedes Jahr, ein aufregender Tag für alle Frauen der Welt. Der neue IKEA-Katalog wird ausgeliefert und Millionen Frauen laufen morgens freudestrahlend dem Postboten entgegen und reißen ihm das begehrte Stück aus den Händen. Berufstätige Frauen wie ich, versuchen möglichst zeitig die Arbeit zu verlassen, um vielleicht noch aus einem nachbarlichen Briefkasten einer anderen berufstätigen Frau, ein herausstehendes Exemplar zu klauen.
Doch dieses Jahr werden alle Erwartungen herb enttäuscht. Ich sitze hier, mit verquollenen Augen und schniefe wimmernd in mein Taschentuch, der IKEA-Katalog liegt tränenaufgeweicht auf meinem Schoß. Weder die Pseudoromantik noch die eichenfurnierbeklebten Möbelstücke sprechen mich an. Ich möchte kein Mahagoniimitat und auch keine schwarzgrau lackierten Regale. Keine fliegenbedruckte Vorhänge und keine gußeisernen Tischbeine. Von antik gebeizten Monsterkleiderschränken gar nicht zu sprechen.
Pünktlich zum 30jährigen Jubiläum wurde der ganze Stilmuff aus den Schubladen gekramt und ein jämmerliches Sortiment zusammen gestellt. (Bevor ich den Katalog in den Händen hielt habe ich bei dem Gewinnspiel mitgemacht. Ich hoffe, ich gewinne die 1.000 € nicht. Was soll ich mir denn dann kaufen? 71,68 Slabang-Wecker?, die finde ich als einziges noch ganz in Ordnung.)
Ingvar Kamprad, Du wirst 2005 aus der Top-Ten der reichsten Menschen dieser Welt fallen.

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Neulich, als ich mal wieder halb schlafend im Rossmann an der Kasse stand, rempelt mich die Verkäuferin von hinten so an, dass ich fast mit dem Kinn vorne auf die selbige knalle. Erbost will ich sie gerade lautstark anmeckern, als ich erstaunt registriere, dass sie an mir vorbei gelaufen ist, um die Eingangstür abzusperren. In den Regalreihen hinter mir, rennt ein kleiner Vietnamese im Kreis und eine weitere Angestellte ihm die Worte: „Haltet den Dieb!“ schreiend hinter her. Schlagartig werde ich wach, sehe schon Live-Fernsehteam und Sondereinheiten der hiesigen Polizei anrücken. Ich ärgere mich, weil ich um 08.30 Uhr morgens auf meinen ersten Fernsehauftritt natürlich nicht angemessen vorbereitet bin und überlege, ob ich schnell zur Schminkware laufe und mich ein bißchen auf Vordermann bringe. Bürsten und Haarspangen gibt es glücklicherweise auch. Während ich also gedankenverloren vor mich hin plane, rennt im Hintergrund immer noch der mutmaßliche Dieb, gefolgt von der zweiten Verkäuferin, im Kreis. Ein großer, junger Herr wird aufgefordert, sich an der Jagd zu beteiligen und den Strolch zu stellen. Sogleich schnappt er sich den Verdächtigen und hält ihn an einem Arm fest. Dieser windet sich und kreischt, dass ich denke, gleich hat er sich beide Arme ausgekugelt. Das geht einige Minuten so, bis schließlich der Helfer keine Lust mehr hat und der Missetäter in die andere Ecke des Geschäfts flüchtet und sich dort versteckt. Die Angestellte ruft: „Los, gib die Creme sofort wieder zurück!“ Ich denke: Mein Gott, so ein Theater um einen einzigen Cremepot? und schaue mitleidig in seine Richtung. In diesem Moment öffnet der Mann seine Jacke und (ich schwöre, diesmal übertreibe ich nicht) ca. VIERZIG Cremepötte rumpeln zu Boden. Ich muss schallend lachen, denn der Mann sah klein und spindeldürr aus und ich frage mich, wo er diese ganze Ladung an Kosmetika versteckt hielt. Er muss tatsächlich das komplette Regal ausgeräumt haben. Die Situation zieht sich minutenlang hin. So stehen wir da. Der Dieb ohne Gut in der Ecke, der Helfer peinlich berührt links neben mir, die eine Verkäuferin an der Tür, die andere an der Kasse und ich fange an mich zu langweilen. Endlich wird die Tür wieder geöffnet, der Dieb rennt ins Freie. Wir tun alle so, als sei nichts passiert, ich kann endlich zahlen und nach Hause.
Beim Sichten der Fotos aus Teenagerzeiten, fiel mir auf, dass ich einen leichten stilistischen Wandel durchlebt habe. Es stellt sich die Frage, ob ich meinen Look in weiteren 15 Jahren genauso beschissen finde, wie den vor 15 Jahren. Immerhin bin ich der Frisur treu geblieben. Ich fordere hiermit die anderen auf, sich ebenfalls mit ihren schlimmsten Bildern zu outen. Image Hosted by ImageShack.us Nachtrag: Je länger ich die beiden Bilder anstarre, desto mehr muss ich feststellen: im Grunde habe ich mich eigentlich doch gar nicht so viel geändert.
Die Tesa-Powerstriplüge: Ich werde den gesamten Baiersdorf-Konzern verklagen! Notfalls auch Nestlé und Procter & Gamble. Da ich mich beim Einzug in meine neue Wohnung entschied, die Wände diesmal nicht zu durchlöchern, kaufte ich mir zur Fixierung meiner Bilder an der Wand, die kostspieligen Tesa-Powerstrips, die pro Pflaster zwei Kilo halten und sich unsichtbar entfernen lassen. Jedenfalls wird das auf der Packung behauptet. Ich hung also mein Lieblingsbild auf und betrachtete glücklich das Resultat. Im Geiste sah ich mich die Strips beim nächsten Umzug spurenlos von ihrer Position ziehen. Zitsch! und fertig. Im Frühling hielt das Bild. Im Sommer rutschte es samt Strips langsam aber sicher aufgrund der Hitze nach unten. Natürlich nicht gleichmäßig, sondern unästhetisch schief. Eines Tages hatte es eindeutig die Grenzschwellen des Ansehlichen überschritten und ich entschied, es gerade rücken zu müssen. Ich zog an den Schniepeln und was passiert? Pro Streifen löste sich zeitgleich ein etwa handtellergroßes Stück Wand und bröckelte geräuschvoll zu Boden. Danke Tesa. Jetzt habe ich sechs große Mulden statt eines Lochs.
10 September 2004
Und noch was Erheiterndes zum Wochenende. Seitdem ich das gelesen habe, sehe ich Teenager mit ganz anderen Augen.
Beim morgentlichen Gespräch am Frühstückstisch, musste ich mit Erstaunen feststellen, dass es einige männliche Lebewesen gibt, die nicht nachvollziehen können, warum alle Frauen um die Dreissig Sir Justin (Anspielung Shrek 2, 46. Minute 34. Sekunde, im Bild hinten links) lieben. Genaugenommen ist dieser Typ ja ein Weiner. Vom Alter nicht zu sprechen. Das Bürschchen ist 1981 geboren. Was das angeht, bin ich immer wieder verwundert, dass Menschen, die erst in den 80er Jahren geboren wurden, zumindest theoretisch bereits des Lesen und Schreibens mächtig sind. Ich habe leider gerade zu wenig Zeit zur ausführlichen Recherche, aber allein die Tatsache, dass in den ersten zehn Hits zum Stichwort Justin Randall Timberlake in keinem Lebenslauf die Körpergröße vermerkt ist, lässt darauf schließen, dass Justin bestenfalls 1,68 groß ist. Wäre Justin also ein Normalsterblicher, so schaute ihn kein weibliches Wesen auch nur mit dem Gesäß an. So viel ist sicher. Glücklicherweise gehört er aber nicht zum Pöbel sondern ist reich und berühmt. Sein geschätztes Vermögen beträgt ca. 54 Millionen Dollar. Das reicht für mich über seine lächerliche Dauerwelle hinweg zu sehen. Aber wie ich meinem verwunderten Gesprächspartner heute morgen mitteilen musste, bei Justi zählen die $$$-Argumenten nicht. Ich liebe weder sein Aussehen, sein Geld, noch seinen Status, etc. pp. Nein, ich liebe Justin, weil er Cameron Diaz liebt. Cameron Diaz wiederum kann ich nicht leiden, weil alle Frauen andere Frauen, die evtl. ob ihres attraktiven Aussehens die Aufmerksamkeit wiederum anderer Männer auf sich ziehen könnten, nicht leiden können. (Man kommentiert mit: Cameron Diaz? Haste die nich in Charlie's Angels 2 gesehen, da siehste mal wie häßlich die ungeschminkt ist). Gut. Ich entglitt themenmäßig gerade etwas. Um auf Herrn T. zurück zu kommen. Ich liebe Herrn J.R.T. weil er trotz seiner jugendlichen 23 Jahre eine 32jährige Frau attraktiv findet. Das hat ein bißchen was karitatives, aber immerhin, es schenkt Millionen von Frauen Hoffnung. Image Hosted by ImageShack.us
09 September 2004
Ich habe mal recherchiert. Arbeitete ich nicht bei der Bahn (s.u.), würde ich ob meines Geschlechts durchschnittlich 80. Das heisst, ich muss mich noch 18.250 Mal morgens aus dem Bett quälen. Dafür muss ich aber insgesamt nur noch knapp 101 Tage U-Bahnfahren, 109.500 Minuten Zähne putzen, 91.250 Minuten meine Brille suchen, mir noch 110.950 Mal die Beine rasieren (mit 60 hör ich auf, das spart 2.160 Euro!) und kann noch 4.562 Liter Kaffee trinken. Auch wenn ich meinen Job sehr mag, es bleibt zu bedenken, dass ich immerhin noch 8.440 Tage jeden Morgen dort hin muss. Vergleiche ich das mit den Tagen, die ich statistisch noch zu leben habe, relativiert sich das Ganze. Das stimmt mich wieder etwas fröhlicher. Zusätzlich wirkt sich mein Beruf positiv auf meine Gesamtlebenserwartung aus: "Bei den Frauen gab es die kürzeste Lebenserwartung bei Angestellten mit 81,7 Jahren und die längste bei Eisenbahnerinnen mit 85,1 Jahren." Weiterhin hat es große Vorteile Bahn zu fahren statt zu fliegen, denn "Fliegen sei im Vergleich zur Bahnfahrt ungleich sicherer - so hört man es immer wieder. Pro zurückgelegtem Kilometer lassen in der Bahn immerhin dreimal mehr Leute ihr Leben als im Flugzeug. Die Statistik stimmt. Aber was daraus nicht hervorgeht: der Trick mit den Bezugsgrößen. Bezieht man die Verkehrstoten nämlich nicht auf die Kilometer, sondern auf die Zeit unterwegs, ist es genau umgekehrt: Pro Stunde im Flugzeug lassen genau dreimal mehr Leute ihr Leben als pro Stunde in der Bahn." Übrigens, wenn man in Google unter "lustige Statistik" sucht, bekommt man hauptsächlich Hits zum Thema Nachnamen. Das finde ich ganz erstaunlich.
08 September 2004
Hoffentlich ist der Sommer bald endlich vorbei. Seitdem ich mich auf meine Sonnenbrille gesetzt habe, interessiere ich mich sehr für Wintermäntel. Und mal ehrlich, wer freut sich nicht auf die verschlammte, klamme Zeit, die jetzt bald kommt? Image Hosted by ImageShack.us
07 September 2004
Sensationeller wissenschaftlicher Fund. Image Hosted by ImageShack.us
Ich habe ein Herz für Kinder. Image Hosted by ImageShack.us
Nachtrag: Ich hasse schätzungsweise 100.000 Frauen. Denn sie besitzen etwas, das ich mein eigen nennen will: Meine wunderhübschen Grace-Kelly-Schühchen. Ok, ich habe sie schon in weiß - aber ich WILL sie auch in schwarz! Ich besuchte den Onlinestore, ich schaute auf ebay (welcher Arsch hat mal behauptet, da gäbe es alles?) und meine Freundin lief sogar im tiefsten Westen in das Geschäft, wo ich sie einst erstand und machte die Verkäuferin kirre. Alles erfolglos. Jetzt habe ich schlimme Phantasien. Ich kauere am U-Bahn-Eingang in einer Ecke und habe meine Handtasche wie eine Tretfalle positioniert. Wenn das Objekt meiner Begierde hineinträte, zöge ich mit aller Kraft an den Schlaufen der Tasche und zerrte die Frau ins Dunkel, wo ich ihr die heiß begehrten Schühchen dann abnähme. Ich runnte dann hysterisch lachend, die Schühchen schwenkend, an das Tageslicht und wäre der glücklichste Mensch auf Erden.
Solche Veranstaltungen sind sicherlich ein unendlicher Fundus an schreibenswerten Geschichten, da sie in ihrem Grundprinzip schon an Perversität kaum zu übertreffen sind. Ich frage mich, was passiert, wenn man dort hingeht und sich weigert zu sprechen und dabei schaut wie der böse Wolf. Ob ich dann auf meinem Kärtchen nur "nos" sammele oder gibt es Menschen, die in ihrer nackten Verzweiflung trotzdem "yes" ankreuzen? Manchmal gruselt es mich vor der Menschheit.
Das hilft garantiert gegen die lästigen Fledermausärmchen. Allerdings sollte man das Seitpferd dann nicht gerade wegstrecken sondern hinter dem Rücken Richtung Kopf stemmen. Ich schätze, zwanzig Wiederholungen genügen. Image Hosted by ImageShack.us
06 September 2004
Dreijährige können so widerspenstig sein, das ist richtig schlimm. Da waren wir im Park unterwegs und eine Reihe hintereinander drapierter Baumstämme wurden als "Eisenbahn" identifiziert, was für mich als Bahnerin zunächst natürlich erfreulich war. Das Kind hat aber wiederholt „Lokomotive“ und „Waggons“ gesagt. Dabei heisst es „Triebfahrzeugstand“ und man müsste schon differenzieren, um welche Art von Waggons es sich handelt. Es macht ja schon einen erheblichen Unterschied, ob wir dahinten Tragschnabelwagen der Reihe Uaai, gedeckte Schüttgutwagen oder Drehgestellflachwagen mit Niederbindeeinrichtungen angehängt haben. Trotz mehrmaliger Belehrung hat das Kind auch immer wieder das fehlerhafte Wort „Schaffner“ verwendet, statt die Person korrekt als „Kundenbetreuer im Nahverkehr“ oder als "Kaufmann für Verkehrsservice" zu bezeichnen. Da ist man doch irgendwann mit seinem Latein am Ende!
Ich ahnte sowas: Nuf, your ideal job is a spinster with cats. Dabei kann ich Katzen nicht leiden. What your name says about you
04 September 2004
Ab heute kann ich H&M nicht mehr leiden. Sie diskriminieren Frauen, die auf die 30 zugehen, indem sie die Rocklängen um wenige Zentimeter gekürzt haben ... und zwar so, dass man die kleinen Speckröllchen direkt über den Knien sehen kann. Glücklicherweise hat mein Mitbewohner gerade die Kamera entführt, sonst würde ich die Problemzonen fotodokumentieren. H&M wird pleite gehen, wenn ich nicht regelmäßig mein Gehalt dort hinbringe - so viel ist sicher. Das Schlimmste ist: ich erzähle meiner Freundin von meinen Nöten und sie sagt: "Tja, Nuf. Es hilft nix..wir werden auch noch Punker-Fledermäuse werden, mit lila Haaren."
Es scheint als habe ich eine schreckliche, schreckliche Metamorphose durchgemacht. Einst war ich strikter Vegetarier, Antialkoholiker und auch sonst eine ziemliche Spaßbremse. Jetzt bin ich schamloser Zimmerpflanzentöter. Um in meinem Wohnzimmer Platz für das Sofa zu schaffen, kam mir in den Sinn einige der elendig aussehenden Gewächse zu entsorgen. Ich stellte sie also vorläufig in den Flur und wie das so ist, vergaß ich sie regelmäßig zum Müll zu bringen. Wer auch immer mich besuchte und fragte, was mit den Pflanzen geschähe, war aufs Äußerste entsetzt über mein grauenerweckendes Vorhaben. Pflanzen hätten doch eine Seele, man könne sie doch nicht WEGWERFEN! Wie herzlos sei das denn? Ich solle sie lieber auf die Straße stellen und liebevoll einen Zettel mit der Aufschrift „Nimm mich mit, ich suche ein neues Zuhause“, versehen. Papperlapapp, denke ich und nehme die erste Pflanze mit nach unten. Und was tut sie? Sie springt vor dem Biomülleimer beherzt aus dem Topf und wählt den Freitod vor der Zuführung zu stinkenden Gemüseresten. Jetzt bin ich traumatisiert. Ich muss immer an sie denken wie sie daliegt, zerschmettert, mitten in ihrem eigenen Humus, die gebrochenen Ästchen quer über den Weg verteilt. Ich habe mich jetzt selbst bei Greenpeace angezeigt und warte, dass sie mich holen.
Die steinerne Asiatin im Zeitungsstand hat gelacht. Seit einem Jahr gehe ich mindestens einmal am Tag dort vorbei und ich schwöre, in der gesamten Zeit zuckten ihre Mundwinkel nicht mal ein kleines bißchen. Ich stehe also da, stopfe mein Wechselgeld in meinen Geldbeutel, als mich ein Landstreicher anspricht: "Kannst Du mir Geld geben, damit ich mir was zu essen kaufen kann?" Es war Freitag, mir ging es hervorragend, der Nervensäge am U-Bahn-Eingang verweigerte ich bereits die gesamte Woche eine Spende, also entschloss ich mich kurzerhand ihm 50 Cent zu geben. Er nimmt sie und schaut mich vorwurfsvoll an, greift nach meinem Portemonnaie und krächts: "Ey, ein Döner kostet aber DREI Euro!"
03 September 2004
Ich kann dieses Bild nicht dem vergänglichen Ableben bei Finya zuführen. Es muss einfach länger leben. Außerdem möchte ich den Koplementärfarbenkontrast hochleben lassen. Hulk würde voll auf mich abfahren, nehme ich an. Image Hosted by ImageShack.us
In meinem Studium habe ich irgendwann mal gelesen, dass es mich schlauer macht, wenn ich linke und rechte Gehirnhälfte gleichermaßen beanspruche. Fortan putzte ich mir die Zähne mit links. Jetzt habe ich den Beweis, dass es hilft: Right Brain: 42% (The right hemisphere is the visual, figurative, artistic and intuitiveside of the brain.) Left Brain 50% (The left hemisphere is thelogical, articulate, assertive and practical side of the brain.) Are You Right or Left Brained? Bleibt nur die Frage: Was ist bitte mit den verbleibenden 8% passiert?
Mein Unternehmen übernimmt im Zeichen von Hartz IV soziale Verantwortung. Wir treten der Perspektivenlosigkeit entschieden entgegen und sorgen für Entwicklungsperspektiven. Leer stehende Gebäude müssen einen neuen Sinn erhalten und ihre Kernkompetenzen (Schutz vor Wind und Wetter, Zurverfügungstellung großer Hohlräume, etc.) müssen zukunftsweisend ausgebaut werden. Dafür kämpfe ich. Folgende beherzte Bewerbung erreichte mich heute und ich sage: Weiter so, liebe erwerbslose oder von der Arbeitslosigkeit bedrohten Gebäude! Sehr geehrte Frau Bahn, hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen um die ausgeschriebene Stelle als Lokschuppen. Derzeit bin ich in ungekündigter Stellung bei der Deutschen Telekom AG als Telefonzelle angestellt. Da ich mich in meiner derzeitigen Position nicht ausgelastet fühle, möchte ich mich zugunsten einer größeren Herausforderung beruflich verändern. Da Schuppen seit jeher eine grosse Faszination auf mich ausüben (ich besitze selbst eine umfangreiche Sammlung) sehe ich hier die Chance, mich in einem neuen Umfeld und einer größeren Herausforderung selbst zu verwirklichen.Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen. Mit freundlichen Grüßen, Olga Tazmaniczsza
Also das Ganze war so: Letzte Woche war ich in Oslo. Eine Freundin von mir feierte den Geburtstag ihres kleinen Sohnes und weil ich doch so kinderlieb bin, habe ich die Spielchen organisiert. Das war insofern eine Herausforderung, als dass die Kinder nur sehr mangelhaft Englisch sprachen und mein Norwegisch auch sehr zu wünschen läßt. Anscheinend hatten die Kids trotzdem Spaß und der kleine Klaas schenkte mir zum Abschied eine täuschend echt aussehende(Wasserspitz-)Pistole. Die trug ich etwas unbeholfen durch die Innenstadt, als mich die aufkommende Kälte daran erinnerte, dass ich noch eine warme Gesichtsschutzmaske für den im Winter anstehenden Skiurlaub kaufen wollte. Gesagt - getan! Als ich die Skimaske auf dem Rückweg in die Jugendherberge auf ihre Wettertauglichkeit teste, kam ich am Munch-Museum vorbei und rannte fast einen blonden Typen um, der mich kurzerhand zu einem Besuch des selbigen aufforderte und ich dachte: Hey Kultur schadet nie, und ging mit.Gerade als ich vor Munchs "der Schrei" stand, hat mich jemand rücksichtslos von hinten angerempelt und ich stolperte volle Kanne gegen das Meisterwerk. Es fiel, wie nicht anders zu erwarten war, zu Boden! Was war ich froh, dass der Alarm nicht los ging! Bei dem Versuch es unauffällig aufzuheben und wieder an den vorgesehenen Platz zu hängen, stellte ich fest, dass der Nagel mitabgerissen war. Mein Gott! Wohin damit? Einen aufkeimenden Panikanfall niederkämpfend, hab ich es einfach eingesteckt und bin in einer Übersprungshandlung aus dem Museum gelaufen, weil ich es so peinlich fand. Jetzt sitze ich hier mit dem Bild. Ehrlich gesagt, finde ich es ziemlich häßlich. Passt farblich auch nicht so gut in meine Wohnung.
02 September 2004
Ein Pufferküsser verriet mir folgendes (ich bin begeistert!): Gerade Zugnummern fahren nach Süden, ungerade nach Norden. Hinfahrten werden links abgestempelt, Rückfahrten auf der rechten. Ob es Züge von Osten nach Westen und umgekehrt gibt und was mit denen ist, konnte niemand sagen. Ich werde jetzt ICE-Pläne suchen und das Geheimnis lüften. Dann kaufe ich eine Modelleisenbahn und vergebe Zugnummern.
Der Ort meiner Hochzeitsreise steht fest. Sollte ich jemals diesen waghalsigen Schritt gehen, werde ich mich für das Romantikhotel "Rheinischer Hof" in Bad Soden im Taunus entscheiden. Was sich nach außen unscheinbar creme-gelb gibt, entpuppt sich nach Betreten als Traum eines jeden barbiebesessenen Jungteenagermädchens. Es warten seidig glänzendeStoffblumentapeten, Rüschenvorhänge, Messingarmaturen und ein gigantisches Marmorbad. Im Frühstücksraum stehen auf jedem Tisch weisse Lilien und es erklingt leise kartzend Jazzmusik aus einem echten Gramophon. In jedem Zimmer stehen nebst verschnörkeltem Mahagonitisch und Deckenstuck, kleine, zartrosa Blechmülleimerchen. Vor dem versteckten Fernseher (mit kostenlosem Erotikkanal auf jedem dritten Sendeplatz) steht ein Bügeleisen der ersten Elektrogeneration nach Ablöse der Gußeisernen. Mitten in diesem Plüschwahnsinn finden sich Eindrücke, die dann doch eher meinen Humor als meinen Romantiksinn ansprechen. Auf zwölf Quadratmetern sind vier Telefone installiert. Mein Lieblingsexemplar befindet sich direkt neben den sanitären Anlagen in Griffhöhe. Das Bett ist unter "damals waren die Menschen alle noch kleiner" abzuhaken. Mein Kopf stösst an die Wand, wohingegen meine Füße knöchelabwärts freischwebend im leeren Luftraum baumeln. Die Minibar hat nur Schnaps im Angebot und ich darf im Nichtraucherzimmer rauchen, aber keinen Aschenbecher haben. Also liege ich den ganzen Abend füßebaumelnd bei einem Schnäpschen auf dem Mädchenbett, asche in meinen Zahnputzbecher und schaue staunend dem sprichwörtlchen Treiben am Fernsehempfangsgerät zu. Das lässt mich die kleinen Komplikationen beim Einchecken schnell vergessen. Die Postleitzahl meines neuen Unternehmens war mir nicht bekannt, aber "Kainä Posleisahl, kannsu nich inna Simma", entscheidet der 1,50 m große, indische Herr am Empfang. Also sage ich ihm, dass mein Kollege später nachkommt, dieser sie sicherlich kennt und er sie da nur abschreiben müsse. "Wie heissä Kolläga?" Ich sage ihm, dass er Ulrich Tielmann heisst. "Ah, haba nur Frau Ulrich Tielmann!" Ich versichere ihm mehrere Male, dass es sich bei einem Ulrich, um einen Mann handelt. "Nain, isse FRAU Ulrich Tielmann gemeäldet." Ich zucke mit den Schultern. In der Postleitzahlendiskussion sind wir auch nicht weitergekommen, also schaue ich kurz angestrengt und verkünde glücklich, dass mir die Postleitzahl just in diesem Moment wieder eingefallen wäre und notiere die soeben Erfundene auf dem vor mir liegenden Blatt. Am nächsten Morgen berichtet mir mein Kollege, dass er fast sein Zimmer nicht hätte beziehen dürfen, da ihm die Postleitzahl der Firma nicht präsent war. Er schlug also vor, in meinem Anmeldezettel nachzusehen und die dort Vermerkte abzuschreiben. So wird aus einer Erfindung durch doppelte Anwendung eine unumstößliche Wahrheit. Frage mich nur, warum er die Postleitzahl nicht wußte. Also ehrlich!

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