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12 September 2004
Der 1. August war, wie jedes Jahr, ein aufregender Tag für alle Frauen der Welt. Der neue IKEA-Katalog wird ausgeliefert und Millionen Frauen laufen morgens freudestrahlend dem Postboten entgegen und reißen ihm das begehrte Stück aus den Händen. Berufstätige Frauen wie ich, versuchen möglichst zeitig die Arbeit zu verlassen, um vielleicht noch aus einem nachbarlichen Briefkasten einer anderen berufstätigen Frau, ein herausstehendes Exemplar zu klauen.
Doch dieses Jahr werden alle Erwartungen herb enttäuscht. Ich sitze hier, mit verquollenen Augen und schniefe wimmernd in mein Taschentuch, der IKEA-Katalog liegt tränenaufgeweicht auf meinem Schoß. Weder die Pseudoromantik noch die eichenfurnierbeklebten Möbelstücke sprechen mich an. Ich möchte kein Mahagoniimitat und auch keine schwarzgrau lackierten Regale. Keine fliegenbedruckte Vorhänge und keine gußeisernen Tischbeine. Von antik gebeizten Monsterkleiderschränken gar nicht zu sprechen.
Pünktlich zum 30jährigen Jubiläum wurde der ganze Stilmuff aus den Schubladen gekramt und ein jämmerliches Sortiment zusammen gestellt. (Bevor ich den Katalog in den Händen hielt habe ich bei dem Gewinnspiel mitgemacht. Ich hoffe, ich gewinne die 1.000 € nicht. Was soll ich mir denn dann kaufen? 71,68 Slabang-Wecker?, die finde ich als einziges noch ganz in Ordnung.)
Ingvar Kamprad, Du wirst 2005 aus der Top-Ten der reichsten Menschen dieser Welt fallen.

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