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06 Oktober 2004
Ich würde ja gerne sagen: Wäre er mal Zug statt Auto gefahren, dann würde sowas nicht passieren ... aber auch Zugfahrten können Tücken haben. Zum Beispiel die folgende. Man sitzt entspannt im Sessel, schlürft gerade an einer Tasse Kaffee als der Zug mitten auf der Strecke hält. Eine viertel Stunde tut sich nichts, dann eine Durchsage „Aufgrund eines technischen Defektes müssen wir leider ausserfahrplanmäßig halten“ Ich sinke in den Sessel zurück und stöpsel meine Kopfhörer ein, um mich am Hörpogramm zu ergötzen. Weitere fünfzehn Minuten später „Leider können wir das Problem nicht beheben, der Zug muss EVAKUIERT werden, bitte bleiben sie ruhig und warten sie auf weitere Anweisungen“, die da lautet man begebe sich bitte samt Gepäck und behinderten und/oder älteren Mitfahrern in Wagen 17. Auf dem anderen Gleis wartet schon der andere Zug und die Notplanken werden von Tür zu Tür gelegt. Die Planke ist ca. einen Meter breit und befindet sich ca. 80 Zentimeter über dem Boden. Wir sollen jetzt alle in den anderen Zug dackeln. Links und rechts stehen die Zugbegleiter, die sich gebärden als überschritten wir eine tausend Meter tiefe Schlucht. „Machen sie kleine Schritte! Haben sie keine Angst und v.a. schauen sie nicht nach unten! Schauen sie auf keinen Fall nach UNTEN!“ Ich schaue nach unten und denke, mein Gott, es ist so dunkel, man kann sowieso nichts sehen und nehme auf der anderen Seite meine Position mit Kaffee, Kopfhörern und Gepäck wieder im Sessel ein.

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