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09 November 2004
Es ist eine Unverfrorenheit, daß Frauen bei Versicherungen grundsätzlich höhere Beiträge zu zahlen haben. Versicherungen geben für diesen Sachverhalt fadenscheinige Gründe an: dies läge zum einen an der höheren Lebenserwartung, zum anderen seien Frauen tickende Erkrankungsgefahrenquellen. Ich verstehe das, wenn es um die gelangweilten Hausmütterchen geht. Sechsundachtzig Prozent aller Unfälle ereignen sich bekanntermaßen im Haushalt. Da steigen die Weibchen lebensmüde auf wackelnde Fensterbänke und stützen in die Tiefe oder sie schneiden sich unglücklich mit Kartoffelschälern und verbluten. Im Jahre 2004 ist es erforderlich umzudenken. Immerhin sind mancherorts fast vierzig Prozent der weiblichen Bevölkerung erwerbstätig! Das bedeutet zum einen Streß – insbesondere Dystreß. Dies verursacht in direkter Folge frühzeitiges Ableben, was die Kosten unleugbar senkt. Zudem sitzen geldverdienende Frauen mindestens zwölf Stunden vor ihren Rechnern oder starren in Meetings ihre Fußspitzen an. Was soll da passieren? Sie bekommen vielleicht schlechte Augen. Aber welche Krankenkasse zahlt noch Brillenzuschüsse? Das kann es also nicht sein. Karrierefrauen wollen auch keinen Nachwuchs austragen. Zeitgleich zur Beförderung zur Teamleiterin verabschieden sie sich ohnehin von ihrem Sexualleben. Was soll das also? Ich schlage vor, die Bewerbungsbogen für Zusatzversicherungen zu erweitern. Verdienen Sie Ihr Geld selbst? ja [ ] nein [ ] Erstellen Sie beruflich hauptsächlich Powerpointfolien? ja [ ] nein [ ] Streben Sie eine Führungsposition an? ja [ ] nein [ ] Drei Mal „ja“ bedeutet Senkung der Beiträge um zwanzig Prozent.

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