Header
10 November 2004
Heute morgen beim Anziehen bin ich mal wieder auf ein unerklärliches Phänomen gestoßen. In der Welt der Modedesigner und Kleidungshersteller scheint es die Kombination schlank und Busen nicht zu geben. Der Pullover als solches, ist lediglich in zwei Varianten zu erstehen: Labberig und busentauglich vs. eng und bauchfrei. Es ist nun wirklich nicht so, daß ich gigantische Brüste besäße. Nein, sie sind völlig normal. Ebenfalls bin ich nicht besonders schlank – eben normalgewichtig*. Dennoch kann ich mich beim Kauf eines Pullovers nur zwischen den oben genannten Varianten entscheiden. Mir ist es ein Rätsel, wie dies entstanden sein könnte. Denn es widerspricht allen Beobachtungen, die ich in puncto Modedesign machen konnte. Führe ich mir das Durchschnittsmodell vor Augen, so fällt mir folgendes auf: Es ist überlang und überdürr. Dies wiederum bedeutet, es trägt sehr lange, sehr enge Pullis. Trüge ich einen solchen Pulli, so müßte er mir nach allen Regeln der Logik passen. Denn meine mangelnde Größe wird kompensiert durch eine Ausbeulung im Oberkörperbereich. Der Stoff müßte also sowohl für groß ohne Busen als auch für klein mit Busen ausreichen. Tut er aber nicht. Wenn man es beispielsweise wagt, eine Schaufensterpuppe von hinten anzusehen, fällt ein weiteres Detail auf. Pullover an Schaufensterpuppen sind grundsätzlich am Rücken durch Stecknadeln fixiert, die den überschüssigen Stoff zusammenhalten. Um auszusehen, wie eine Schaufensterpuppe (selbstredend proportional aufgeblasen), müßte ich logisch folgernd die Pullis in M kaufen und hinten abstecken. Das wäre aber eine nur begrenzt handhabare Möglichkeit. Erstens kann ich mir mein Oberteil am Rücken nicht selbst abstecken und zweitens würden mich die Nadeln unter dem Blazer wahrscheinlich an den Rande des Nervenzusammenbruchs bringen, da sie akupunkturartig gewisse Areale meines Körpers stimulieren würden, die vielleicht gar nicht gereizt werden wollen. Für das Thema Hosen ist hier seitens der Modelabels bereits eine Lösung entwickelt worden. Beinbekleidung ist in fast allen Geschäften in normal und extralang zu haben. (Das dies überhaupt keinen Sinn macht, ist ein anderes Thema). Deswegen fordere ich hiermit die Modemacher auf, jegliche Oberbekleidung in normal und mitbrüste anzubieten! *Den Herren sei an dieser Stelle gesagt: Verwenden Sie niemals, wenn Sie mit einer Frau über ihr Gewicht sprechen, die Worte normalgewichtig oder alternativ die Kombinationen nicht dick, nicht dürr; dieses Vokabular ist ausschließlich dem weiblichen Geschlecht vorbehalten, wenn es über sich selbst spricht)

kostenloser Counter Check Page Rank