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08 November 2004
In Mitte gibt es fortwährend Ausstellungseröffnungen und in Anbetracht meiner Fehlernährung in Kombination mit meiner täglichen Unfähigkeit einkaufen zu gehen, hatte ich neulich die spontane Idee mich nur noch von Bufetts zu ernähren. Eigentlich wollte ich mir gerade ein Falaffel holen und hatte mich bereits in Schale geworfen, da ich beabsichtige im Anschluß, eine Freundin auf eine Party zu begleiten, als ich an einer Galerie vorbei kam, die gerade einen jungen Künstler aus Hamburg präsentierte. Die Galerie war klein und ziemlich voll, also entschied ich, daß ich nicht auffallen würde. Der Höflichkeit halber schaute ich mir erst die unästhetischen Bilder an und futterte mich sodann durch die verschiedenen Speisen und unterhielt mich mit dem Sektträger. Das hat mich wohl etwas übermütig werden lassen. Vor dem nächsten Discobesuch verspürte ich wieder Appetit, als ich an einer weiteren Galerie vorbei kam. Die Bilder waren diesmal besser und ich war leicht überdreht. Gerade stand ich am Bufett und machte mich an die Sushiröllchen, als mich ein junger Mann ansprach, wie es mich wohl an diesen Ort verschlagen hätte. Da eines meiner Hobbys unleugbar das Konfabulieren ist, erfand ich, daß ich die Freundin des Vetters des Künstlers sei und extra aus Köln angereist sei, mein Freund nachkomme. Wir unterhielten uns ganz prächtig und ich sollte mir wirklich angewöhnen, nicht irgendwas zu fragen sondern genau die gleichen Gegenfragen zu stellen. Es stellte sich nach einem einstündigen Gespräch heraus, dass der breit grinsende Herr der Künstler war. Da bleibt einem schon mal das Kanapee im Halse stecken.

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