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28 Februar 2005
Jetzt isser weg. Kein Wunder, dass es so kalt geworden ist. Ich will jetzt auch nach Wiesbaden. Dazu benötige ich: drei Jobs, nen Studienpaltz und nen Ganztagskitaplatz. Irgendwelche Angebote? Ach. Hm. Hessen ist ja CDU regiert. Da gibt es keine Kinderbetreuung. In CDU regierten Ländern bleiben Frauen gefälligst zuhause und verwirklichen sich mit der Kinderzucht, den verschiedenen Kochrezepten, die sie für ihre Männer ausprobieren und diversen Aquafitkursen. Hm, so gesehen ... ziemlich geile Vorstellung den ganzen Tag zuhause abzuhängen und kurz vor 18 h, wenn der Ehegatte kommt, ne Fertigpizza in den Ofen zu werfen. Für so ein Leben brauchte ich nur DSL und Kabelfernsehen. Da gebe ich mich genüßlich meiner Verblödung hin, während ich mir die Zehen mittels Zehenspreizer ausdehne und die Fußnägel pink lackiere. Nun und der Mann dankt es, da die Qualität der sexuellen Dienstleistung schließlich direkt proportional zum Verfall des IQs ansteigt. Sagt man im Volksmund jedenfalls so.
Ich glaub ich habs, das Gen SLC6A3. Ein Elend ist das!
Die Tür, die ich morgens benutze um zu meinem Bürokomplex zu kommen, hat eine besondere Tücke. Auf der Innen- und Außenseite steht "drücken". Wenn ich also von der U-bahn in das Haus möchte und zur Tür hechte, um die erste an der Tür zu sein und mir spiegelbildlich jemand gleich tut, stehen wir uns drückend und innerlich über die Blödheit des anderes fluchend gegenüber. Morgen für Morgen. Zumindest bis den Ofttürbenutzern einfällt, dass der Mensch auf der anderen Seite der Tür ebenfalls "drücken" liest. Sollte man mit einem Seltentürbenutzer Angesicht zu Angesicht stehen, ist es umso wichtiger nicht klein beizugeben. Man muss pressen und drücken, sich mit dem ganzen Körpergewicht dagegen lehnen um am Ende als strahlender Sieger durch die Tür zu schreiten und den anderen wissen lassen: Ey! Auf meiner Seite steht auch D R Ü C K E N. Andernfalls stünde man ja als Depp da.
Nachdem ich in Wiesbaden war, weiß ich wieder um die Vor- und Nachteile kleiner Städte. Als erstes fiel mir die unfassbare Stille ins Ohr. Mein Gehirn meldete in minütlichen Abständen: Irgendwas stimmt hier nicht, es ist total ruhig! Jetzt hör' doch mal hin - völlige Stille! Wiesbaden ist ein gar hübsches Städtchen und prinzipiell auch von mir zu bewohnen. Es gibt Dinge, die es in Berlin nicht gibt, wie z.B. Bäcker. Sprich es gibt tatsächlich selbst angerührte und gebackene Brötchen. Großartig. Außerdem gibt es die von mir heiß geliebten Schokohefebrötchen, die ich mir jetzt in der Regel von meinen Frankfurtaufenthalten mitbringen muss. Einziger Makel der Dialekt. Meine unglaubliche Adaptionsfähigkeit würde mir eine Integration jedoch schnellstens gelingen. Selbst wenn es um völlige Wortverschiebungen geht (und nicht nur jämmerliche Lautverschiebungen). So fand ich beispielsweise beim morgendlichen Brötchenkauf heraus, dass mit Stückchen Teilchen gemeint sind. Absurd! Auch die Menschen sind ganz anders: positiv wie negativ. Zum Beispiel fiel mir meine Handtasche runter und der gesamte Inhalt verteilte sich weiträumig auf dem Boden. In Berlin hätte man mir in Windeseile vermutlich Handy, Digicam und Portemonnaie geklaut. In Wiesbaden sammelte ein junger Mann alles brav auf und überreichte es mir freudestrahlend. Das Gegenteil von Freundlichkeit begrüßte uns direkt beim Einzug als wir den Transporter in der Einfahrt parkten. Da dauerte es keine 40 Sekunden bis eine Hexe aus einem Fenster schrie man möge umgehend das Auto entfernen ansonsten würde die Polizei geholt werden. Wir parkten also brav gegenüber und schleppten Tonnen an Möbel und Kisten durch das enge Treppenhaus in den 5. Stock. Abends waren meine Unterschenkel so angeschwollen, dass ich das Gefühl hatte so schräg im Bett zu liegen, dass mir andauernd das Blut in den Kopf floss. Zurück in Berlin entdeckte mein Ex-Mitbewohner dass er den Schlüssel seines Autos in Wiesbaden vergessen hatte. Welch Freude! Zumindest für mich, denn dann sehe ich ihn schon nächstes Wochenende, wenn er wieder herkommt um sein Auto abzuholen.
Zum Wochenbeginn Teil 2 meiner dämlichsten Gedanken: Bis letzte Woche nahm ich an, dass es sich bei einem Autohof um einen Friedhof für Autos handele. Als mein Kollege mir von einem Reiseführer "Deutschlands schönste Autohöfe" berichtete, kamen mir erste Zweifel an meiner Hypothese.
Tchibo hat kürzlich das Berliner Restaurant Cibo Matto gezwungen den Namen in C. Matto zu ändern. Man befürchtete Verwechselungen, was in Anbetracht des Umstandes dass Menschen hierzulande ohne mit der Wimper zu zucken Gnotschi zu Schianti bestellen, eine relativ unbegründete Befürchtung ist. Wie hätte der bundesdeutsche Bürger darauf kommen sollen dass a) Tchibo und Cibo fast gleich ausgesprochen werden und b) Cibo Matto Tchibokaffee verkaufen könnte ohne diesen als solchen zu deklarieren. Nun. Ich habe mehrere Nächte über deren Motivation nachgedacht und wie gewöhnlich, ist mir da was eingefallen. Vermutlich ist es recht lukrativ kleine Firmen zu verklagen. Die Telekom versucht das mit dem Buchstaben "T" oder der Farbe "Telekom-Pink" ebenfalls in regelmäßigen Abständen. Ich habe daraus eine recht clevere Art reich zu werden entdeckt und mir die Markennamen "Eiscafe Venezia" und "Restaurant Akropolis" gesichert. Jetzt suche ich einen Juristen, der mit einer Gewinnbeteiligung loszieht und Deutschlands italienische Eisdielen und griechische Restaurants für mich verklagt.
Schon am Wochenende vernahm ich die schönste Bemerkung der Woche: Oh Mann, wenn ich die schon höre! Yvonne Catterfeld ist doch Bin Laden auf die Ohren. Ist sofort in meinen anktiven Wortschatz übergegangen. Reaktiviert habe ich die schöne Formulierung: Das ist mir doch völlig Latte.
25 Februar 2005
Wie sieht ihre ideale Vorstellung eines Wochenendes aus? Ich stehe um 6.30 h auf, trage vier Stunden Kisten und auseinandergeschraubte Möbelstücke vom 2. Stock in einen Transporter. Dann fahre ich 5-6 Stunden nach Kassel, packe noch mehr Kisten in das Auto und fahre weiter nach Wiesbaden. Dort trage ich den ganzen Mist in die vierte Etage und gehe schlafen. Am nächsten Tag fahre ich wieder nach Berlin. Zwischendrin weine ich die ganze Zeit, weil meine allerliebste Busenfreundin, mein geliebter Ex-Mitbewohner, Fernseh- und DSL-Besitzer, Mittagspausenteiler und U-bahnbegleiter so weit von mir wegzieht. Und wer ist schuld? Alle die, die sich weigern Bahn zu fahren! Denn führten sie mehr Bahn, hätten sie meinen Ex-Mitbewohner behalten können. Können sie aber nicht, weil I H R alle Auto fahren müsst.
Heute Teil 1 meiner dämlichsten Gedanken: Bis vor 5 Jahren dachte ich, dass Olympia der Wettbewerb ist, bei dem Weltmeister gegeneinander antreten. Wurde zum running Gag. V.a. die Ziehung der Paare ("Oh Mist", sagte der Schachweltmeister "Ich hab schon wieder den Boxer gezogen!") und verschiedene Variationen von Wettkämpfen: Sumoringer gegen Bodenturnerin.
Im Vorbeigehen gelesen: »Berlinerin explodiert unter Sonnenliege« Kann leider keine Onlineausgabe dieser sonderbaren Schlagzeile finden.
Rekord. Seit August hatte ich keine schlaflosen Nächte wegen meines Jobs mehr. Vorgestern begannen sie wieder. Als würde das was helfen. Außerdem nach einem Monat rauchfrei steigt das Bedürfnis nach Zigaretten wieder täglich. Glücklicherweise hilft rauchen beim Stressabbau so gut wie schlaflose Nächte.
Ein Blick auf einen Kopf der durch kreisrunden Haarausfall gezeichnet ist, wirft beim naturwissenschaftlich Interessierten U-bahnfahrer einige Fragen auf. Zum Beispiel warum fallen Haare in so geordneten Formen aus. Nein, noch genauer: eben in einer einzigen geometrischen Form: dem Kreis, aus? Für diejeigen, die gezwungenermaßen draufstarren müssen, wären Blumen-, Wellen-, ja selbst Zufallsmuster weit unterhaltender. Was mich als genaue Beobachtern jedoch höchst erfreute ist eine andere Entdeckung. Menschen, die ihre Haarespracht mönchsgleich tragen, vermögen es den Hinterkopf bei Unglauben und Zweifel zu kräuseln.
24 Februar 2005
Und Urlaub hätte ich jetzt gerne. Free Image Hosting at www.ImageShack.us
Das übrigens auch. Einmal hat es geraten Zwergschimpanse obwohl ich Gorilla dachte. Den Kran kannte es nicht und beim Rosenquarz hat es gesagt: Lapislazuli? und als ich sagte >>nein<< warf es mir vor, ich verhielte mich widersprüchlich.
Gefunden beim Herrn Fab1an.
Geständnisforum
23 Februar 2005
™ ™ ™ Ich kanns! Ich kanns! und gelobe feierlich, dass ich es nie mehr vergessen tu!
Sehr verehrte Leser, mit einer überwältigenden Mehrheit von 15 Stimmen wurde Herr Programmiernutte mit seinen Beiträgen "Miezhaus" und "Dembödaschendieschä" zum Kalauerkönig 2005 gewählt. Image Hosted by ImageShack.us Ich freue mich, ihm hiermit feierlich den hart erkämpften Orden überreichen zu können. Gratulation Herr Programmiernutte! Mögen Sie lange und gesund leben und für jede Lebenssituation ein Späßchen parat haben! Free Image Hosting at www.ImageShack.us
Lieber Herr Post, im Radio hab ich gehört, dass ich am Freitag ein Paket verschicken darf. Leider habe ich noch keine Wertmarke zugesendet bekommen. Ich möchte Sie bitten, dies dringend nachzuholen. Herzlichen Dank im Voraus! Herzlichst Ihre Nuf
Nuf besitzt zunächst virtuell ein Fahrrad. Bald auch in echt.
22 Februar 2005
Highlight des Tages: Mailkontakt Ich interessiere mich für das Fahrrad ALU FULL SUSPENSION CITY BIKE DAMEN 28" 7-Gang und habe diesbezüglich 2 Fragen 1. Ist es noch lieferbar? Wenn ja, wie lange dauert die Lieferung ab Bestellung? 2. Wie sehen die Garantiebedinungen aus? Herzlichen Dank für die Beantwortung meiner Fragen im Voraus! MfG Nuf ---------------------------------------------------------------------------------- Hallo könnten Sie den Link zum Rad mailen. Wir haben verschiedene im Sortiment. Viele Grüße das xxxxxx.de-team ---------------------------------------------------------------------------------- Hier der gewünschte Link. http://www.xxxxxx.com/product_info.php/products_id/339 Auch recht einfach über Ihre Suchfunktion oben rechts zu finden. Mfg Nuf ----------------------------------------------------------------------------------- Hallo der Link ist aber nicht in Ihrer Mail zu finden gewesen. ----------------------------------------------------------------------------------- Doch, aber ich kopiere ihn gerne noch mal und verweise auf Ihre interne Suchfunktion. Sie funktioniert hervorragend. Wenn ich da "ALU FULL SUSPENSION CITY BIKE DAMEN 28" 7-Gang" eingebe, komme ich immer auf die richtige Seite. --> http://www.xxxxxx.com/product_info.php/products_id/339 MfG Nuf ----------------------------------------------------------------------------------- Hallo Da ist kein Link! ----------------------------------------------------------------------------------- Doch ----------------------------------------------------------------------------------- Nein ----------------------------------------------------------------------------------- Sehr geehrte Damen und Herren aus dem Serviceteam, haben Sie vielleicht eine Telefonnummer? MfG Nuf ----------------------------------------------------------------------------------- Hallo Schicken Sie erst den Link, damit wir Ihre Frage beantworten können.
Bei Frau Zuckerziege gefunden und die ganze Mittagspause verplempert. Image Hosted by ImageShack.us Image Hosted by ImageShack.us
21 Februar 2005
Seit ich die Verona-Telefonauskunft-Werbung im Radio gehört habe, frage ich mich ehrlich gesagt auch, wer sich hinter der 8 verbirgt.
Irgendwie mag ich die Dove-Werbung. Ist wahrscheinlich von den Machern auch so gewollt. Ich identifiziere mich mit einem der Moppel und kaufe dann die Creme, die mir Glauben macht, dass mein Popo vom Cremen allein nicht der Schwerkraft zum Opfer fällt. Image Hosted by ImageShack.us
Das war das Wochenende der verstörenden Filme. Zuerst "Muxmäuschenstill" und dann "Die Klavierspielerin". Ich kann mich erinnern, dass als Muxmäuschenstill ins Kino kam, Leute gesagt haben: >>Am Anfang ganz witzig, wird aber krass.<< Im Nachhinein frage ich mich, was soll da bitte am Anfang ganz witzig gewesen sein? Ich fand den Film von vorne bis hinten kehlezuschnürend. Es passiert mir ja öfter, dass ich Leute in öffentlichen Verkehrsmitteln unheimlich finde. Nach dem Film vermute ich nun in jedem zweiten Fahrgast einen Psychopathen. Die Klavierspielerin war ebenfalls albtraumverursachend. Nächstes Wochenende schaue ich nur harmlose Kinderfilme.
Mein zweitschönstes Berlinale-Erlebnis (das erste kommt morgen mit Foto): In der Mittagspause sitze ich im Balzac am Potsdamer Platz und trinke Latte Macchiato. Mir gegenüber, am gleichen Tisch eine überschminkte, total aufgedrehte Pute um die zwanzig. Vermutlich wäre sie mir nie aufgefallen, wenn die Farbe ihres Schals sich nicht so furchtbar mit der Farbe ihres Oberteils gebissen hätte und sie nicht ununterbrochen übertrieben laut gewiehert hätte. Ich habe sie aus Versehen wohl mal angeschaut, denn nach einiger Zeit beugt sie sich genervt nach vorne, verdreht die Augen und sagt: Ja, Mann! Du brauchst gar nicht fragen. Ich bin's! Ich schaue sie sehr überrascht mit der Intelligenz eines Wiederkäuers an: Ich bin's? Sie: Ja Schnepfig bläst sie Luft aus ihren Backentaschen. Wir schauen uns schweigend an. Sie: Wasn jetzt? Willste ein Autogramm oder warum schaust Du so doof? Ich: ??? Willst Du vielleicht ein Autogramm von mir haben? Ich muss lachen. Keine Ahnung, wer das war. Vermutlich ein MTV-Häschen oder ähnliches. Dumm für sie dass ich keinen Fernseher habe.
Die Deutsche Post ist ein Luchs. Die Aktion am Freitag wird das Unternehmen zum Ende der Woche zum beliebtesten Unternehmen Deutschlands machen. Nun, nur für einen Tag ... aber ich kenne Firmen, die lecken sich nach guten Werbeleuten die Finger und würden einiges dafür geben auch mal einen Tag lang Deutschlands Liebling zu sein. Ich rätsele schon seit Wochen wem ich ein Paket schicke. V.a. wem ich ein zwanzig Kilogramm schweres Paket schicke (schließlich muss man das ja bis aufs letzte Gramm ausnutzen). Was soll ich sagen, mir fallen so viele ein, dass ich mich am Ende nicht entscheiden kann. Zeitgleich mit der Verkündung des postalen Jubiläumsangebots ereichte mich die sehr traurige Nachricht, dass mein Ex-Mitbewohner nun in einigen Tagen auch der Ex-Mitbewohner meines Nachbarn sein wird und Deutschland (Entschuldigung!) Berlin noch diesen Freitag verlassen wird. Der Arme war mit Sack und Pack erst vor drei Monaten komplett nach Berlin gezogen und nun wurde er vom Schicksal ins pittoreske Wiesbaden getragen. Während ich also so über den Umzug und die Jubiläumsaktion der Post nachdenke, erleuchtet eine meiner genialen Ideen den trüben Winternachmittag: Ich habe hier im Blog ca. hundert Unique-Hits am Tag. All diese Menschen wissen sicherlich auch nicht wem sie 20 Kilogramm schicken sollen. Was ist da naheliegender als die Freipaketmarken an meinen Ex-Mitbewohner zu schicken, auf das er nicht umziehe sondern seinen Hausstand umschicke? Mehr als 2.000 Kilo kann sein Krempel ja wohl nicht wiegen. Wir bringen am Freitag also alle Pakete zur Post und im Laufe der nächsten Woche schleppt sie der freundliche Postbote aus Wiesbaden Tag um Tag in den 6. Stock in die neue Wohnung und mein Ex-Mitbewohner sitzt zehenwackelnd in der Küche und trinkt Kaffee.
20 Februar 2005
Am 14. Februar habe ich offiziell den Kalauerbattle ins Leben gerufen und bitte nun aufmerksam die einzelnen Beiträge zu lesen und dann den Besten rechts zu bewerten, auf das er einen Kalauerkönigsorden erhalte. Es kann bis Dienstagnacht um 24 h gewertet werden. <°(((~~<: DER TIGER VON TOGO SITZT IN SEINER TOGA UND LIEST TAGO- RE. _DER TIGER VON TOGO NUR UNWEIT VON GATOw SITZT MIT SEINER OLGA AM SEE _DER OGER VON GATOw SIEHT DEN TIGER VON TOGO DORT SITZEN UND DENKT SICH: ACH, NEE _STATT TIGER ESS ICH NAGER UND ZUM NACHTISCH ZUR VERDAUUNG EINEN TO-GO- KAFFEE. Ist das nicht eher der Zettel, den man als Teilnahmebestätigung bei einer Wild-Fleischerei-Lotterie gewinnt? RESPEKTLOS (…da werden jetzt einige grübeln…) Und dieser entsetzliche Trockenkirschen-Apfelscheibchenaufguss mit Vanillearoma, den man jahrzehntelang überall angedreht bekam? FÜRCHTETEE. Hysterisch heulender Menschenauflauf am Grab von Marlene Dietrich * ² ??? WEINTRAUBE. meinlieberschwan: Was hat der liebe Gott gesagt als er das Ruhrgebiet fertig hatte??? ESSEN IST FERTIG! Sind eigentlich alle Länder die an den Rhein angrenzen ANRHEINERSTAATEN? Hat das Erntedankfest seine Ursprünge im Bauernopfer? Welche Währung hätte ein von Hunden geführter Staat? KNOCHEN-MARK Maß für die Schnelligkeit der Postzustellung: UMSCHLAGSGESCHWINDIGKEIT Das kleinste sächsische Raubtier? DER DASCHENDIESCHÄ Was ist ein Liliputaner mit einer Banane in der Hand? EIN FRUCHTZWERG Und ein Silvesterkracher inner Wassermelone? EINE FRUCHTBOMBE Dohmendotorg: Mein Lieblingsspruch von weiß der Henker welchem Komödianten ist immer noch "wenn das essen ist, wie sind dann erst kotzen aus?". DonDahlmann: Was essen Piraten am Liebsten? Kapern! Warum steht ein Pils im Wald? Weil die Tannen zapfen. Wieso gehen Ameisen nicht in die Kirche? Weil sie Insekten sind. Hatte Abel Anlaß zum Brudermord? Nein, er hatte Kain. Verschlossene Kirchenpforte? Betablocker Wo geht David Copperfield essen? Im Magie-Kochstudio Lebensbedrohliche Krankheit, die Wissenschaftler auf den übermäßigen Verzehr von hauchdünnen Pfannkuchen zurückführen? Krebs Suzette. Warum liegt in London kein Schnee? Da steht ein Tauer. Wie nannte man früher Flüge innerhalb eines Kontinents? Inkontinent Flug Programmiernutte: Wo wohnen Katzen? IM MIEZHAUS. Und das schnellste kleinste sächsische Raubtier? DEMBÖDASCHENDIESCHÄ Setza: Des Setza's Lieblingsspeise? Buchstabensuppe. Verlorene Rücksicht? Respektlos. lik™: Was ist der Bruder vom nackten Mull? Der kahle Auer. Frau Nuf: - Ist es nicht komisch, dass es seit Neustem überall diesen afrikanischen Kaffee gibt? - Afrikanischer Kaffee? - Ja, an jeder Ecke kannst Du Dir einen Kaffee Togo holen.
18 Februar 2005
Wie liebe ich es: Brühhände. Wo kommen sie her? Von Hausfrauen, die halbtags arbeiten. Wie bekommt man sie? Man sucht im Büro die sanitären Anlagen auf, begibt sich zum Waschbecken, hält die Hände unter das fließende Wasser und zieht sie fluchend wieder aus dem hundert Grad heißen Wasserstrahl und weiß: vor mir war wieder eine dieser Hausfrauen, die sich durch jahrelange Tätigeiten im Haushalt die Hände so abgehärtet haben, dass die Hornhaut so dick ist, dass sie nichts mehr spüren. Dementgegen vertragen meine sensiblen Büroschnepfenhändchen, die täglich nur mit Tastaturen in Kontakt kommen, diese Temperaturen kurz vor der Kernschmelze nicht so gut.
Kompliment des Tages: Nuf, Du bist der Delphin unter den Walen.
Seltsame Brüche im Raum-Zeit-Kontinuum. Wecker klingelt um 07.30, ich drehe mich um, es ist 08.10 und ich denke: "Mädchen, Du bist echt ein schlimmer Bummelkönig, jetzt kommste wieder zu spät!" Ich wälze mich also aus dem Bett ins Bad, putze Zähne, hüpfe unter die Dusche, ziehe mich an, schmiere wie eh und je mein Frühstücksbrot und gehe zur U-Bahn. Als ich Potsdamer Platz aussteige ist es: 08.30.
17 Februar 2005
Die ganze Zeit zerbreche ich mir den Kopf, wie man eine Hochzeitsfeier machen kann ohne hinterher arm zu sein. Jetzt hab ichs! Wir nehmen einfach Eintritt. Verwandte 60 € pro Nase, Bekannte und Kollegen 40 €, Freunde 30 € und die Trauzeugen kommen für sage und schreibe 20 € rein. Bei einer Verteilung 16, 34, 48 und 2 nehmen wir 3.800 € ein. Wir sagen dann: Eintritt statt Geschenke und natürlich kennen wir nur gut erzogene Menschen, die sich schämen würden ohne Geschenk zu kommen. Also nehmen wir ein Paar Tausend Euro ein UND bekommen Geschenke. Zu den Hoch-Zeiten von "Samstag Nacht" hätte man dazu - gefickt eingeschädelt! - gesagt.
Ein wenig inspirieren mich immer die Einträge anderer Blogger. So las ich kürzlich in der Rubrik "es gibt sie noch - leute die in der strassenbahn furzen oder einfach nach scheisse stinken" und fragte mich: was gibt es außerdem noch Gutes in der Welt? Die Antwort bot wie immer der U-bahn-Alltag. Ich starte Potsdamer Platz und setze mich neben eine harmlos aussehende Frau Mitte vierzig. Nach einigen Sekunden beginnt sie zu schmatzen. Leicht angewidert drehe ich meinen Kopf in die andere Richtung. Im Augenfeld sehe ich, wie sie damit beginnt mit den Fingernägeln zwischen ihren Zähnen zu popeln. Ich dulde es ignorierend. Wieder Schmatzen, nesteln, rausziehen von kleinen Fleischfasern, ausführliches Begutachten, zurück in den Mund schieben, weiter darauf rumkauen, was neues in den Zahninnenräumen suchen, finden, freuen, zur Schau tragen, auf der Fingerspitze balancieren, wegschnippen, aufstoßen ... Ich glaube, so angeekelt wie an dem Tag, war ich schon lange nicht mehr. Als sie acht Stationen später immer noch nicht fertig war, habe ich es nicht mehr ausgehalten. Ich musste mich entscheiden zwischen laut anbrüllen (DASISJAWAHNSINNIGTOLL,DASSSESOVIELUNDTOLLESACHENZWISCHENDENZÄHNENHABEN, ABERMEINENSEDASWILLHIERWIRKLICHJEDERSEHEN???) und schweigend aufstehen. Der Diskretion wegen entschied ich mich für letzteres. So bin ich eben.
Seit einiger Zeit arbeite ich daran meinen Magen an die Kapazitäten eines Walmagens anzupassen. (Ein ausgewachsener Wal kann täglich 2000 kg Nahrung aufnehmen.) Da Sport ausscheidet, um langfristig die völlige Walwerdung aufzuhalten, hilft nur weniger essen. Das habe ich diszipliniert seit Beginn der Woche getan. Montag über den Tag verteilt zwei Suppen und drei Scheiben Knäckebrot (gerade bei letzterem macht man sich im Büro nicht unbedingt nur Freunde...) und einen Latte Machiato. Am nächsten Tag habe ich einen Salat gemümmelt und 3 Scheiben Brot gegessen. Naja und drei Latte Macciato und ein klitzekleines bißchen Schokolade. (Tom Hanks hat mal 10 Kilo abgenommen, indem er aufgehört hat Latte Macchiato zu trinken.) Gestern habe ich ebenfalls den ganzen Tag spartanisch gelebt. Nur Abends, da hab ich dem Blauwal wieder alle Ehre gegeben. Da ergab sich, dass ich mich mit Frau Zuckerziege zum Sushi all u can eat traf. Sushi ist nun nicht das fetteste. Aber ob 4 Tamago-Makki, 4 Lachs-Makki, 4 Lachs-Nigiri, 2 Thunfisch-Nigiri, 2 Jakobsmuschel-Nigiri, 4 Garnelen-Nigiri, 6 Insideout, 2 Tamago-Nigiri, 4 Avokado-Makki, 2 Saba-Nigiri und 4 weitere Thunfisch-Makki das richtige für eine Abspeckungskur sind – ich bin mir nicht sicher. Spätestens beim Schokoladenmuffin und den Pfannkuchen mit Kirschsirup hätte ich skeptisch werden sollen. Zum Abschluss noch einen Latte Macchiato und ein Kölsch und ich bin wie ein Hängebauchschwein nach Hause gelaufen.
Nachtrag, mal wieder: Ne große Altbauwohnung und jemand der meine Hochzeitsfeier (ca. 100 Gäste) organisieren und zahlen möchte, suche ich auch.
Suche dringend überbezahlten Controllerjob mit nettem Arbeitsumfeld, damit ich mich endlich vermehren kann.
15 Februar 2005
Mein schönstes Geschenk zum Valentinstag habe ich gestern im Postkasten vorgefunden: Eine BZ und in dieser BZ ein Fürstenroman. Nach dem Kinobesuch setzte ich mich mit einer Tasse Roiboos-Vanille-Tee in mein Bett und begann zu lesen. Schon in den ersten Sekunden fesselte mich die unglaublich komplexe Geschichte der jungen Prinzessin von Roxell, die inkognito den Grafen Stefan (seines Zeichens erfolgreicher Rennfahrer) beim großen Preis von Deutschland interviewte. Leider konnte ich den Roman ob meiner aufkommenden Müdigkeit nicht fertig lesen. Ich träumte aber von sensiblen Motoren unter deren Motorhaube hundertzwanzig Pferdestärken schlummern und die man achtsam fahren muss, damit sie nicht weggaloppieren. Der Franke würde sagen: A Draum! Die besten Passagen werde ich in naher Zukunft vorgelesen als MP3 zur Verfügung stellen. Außerdem werde ich im März eine Kitschromanparty veranstalten. Jeder bringt ein wunderbaren Groschenroman mit und liest die aufregendsten Passagen vor. Dann diskutieren wir gemeinsam die Inhalte.
14 Februar 2005
Hey Nacktmullik! Alternativ hätte ich noch ein Nacktmullbattle anzubieten!
Irgendwie bin ich wirklich großer Fan von Wortspielen und Kalauern. Aber nich die total intellektuellen, die verstehe ich meist erst nach einigen Tagen. Ich lache dann selbstverständlich wie alle anderen, denke aber: „Hääää?“ und dann im Halbschlaf schnalle ich die meisten Witze. Manchmal werde ich rot, denn die meisten vermeintlich intellektuellen Wortwitze sind gar nich so hochtrabend. Nur verstehe ich sie trotzdem eher selten auf Anhieb. Jedenfalls las ich heute: >>Wenn sich ein Paar trennt, hat der Mann wohl den ominösen Geh-Punkt gefunden. Ich für meinen Teil stehe ja lieber am Scheideweg.<< Herr Goldfisch würde zum Kalauerbattle ausrufen. Mein Beitrag sähe so aus: - Ist es nicht komisch, dass es seit Neustem überall diesen afrikanischen Kaffee gibt? - Afrikanischer Kaffee? - Ja, an jeder Ecke kannst Du Dir einen Kaffee Togo holen. [Muuhhaaahaahaa] Herr Schwan und der Herr Nachbar hätten ebenfalls das Potenzial für einen solchen Kalauerbattle. Ich rufe hiermit also O*F*F*I*Z*I*E*L*L zum Kalauerbattle auf. Der Gewinner bekommt einen eigens von mir in Paint erstellten Kalauerkönigsorden. Bitte reichen Sie ihre Kalauer bis zum 18. Februar 05 hier in den Kommentaren ein. Sie werden dann von mir aufgestellt und zur Bewertung freigegeben.
Hölle Valentinstag: Egal wo ich einkaufen gehe, am Ende bekomme ich ein Stück Schokolade in die Hand gedrückt. Dabei bin ich heute morgen mit dem Vorsatz aufgewacht mal einen Tag lang keine Schokolade zu essen. Bei Kaisers habe ich das Schokoladentäfelchen heimlich liegen lassen. Da rannte mir ein Mann hinterher: "Fräulein, sie haben ihre Schokolade vergessen!" Zähneknirschend dankte ich. Bei Drospa habe ich sie stillschweigend entgegen genommen. Während ich meine neuen Teevorräte in die Tasche stopfte, drückte mir eine alte Frau eine weitere Tafel in die Hand: "Hier Fräulein, nehmen sie meine, ich vertrag das nich mehr so gut!".
Eine Maus hat 30 Kalorien. Wöllte ich abnehmen, dürfte ich täglich nur 33 Mäuse essen. Ich halte das für eine sehr erfolgsversprechende Methode. Ich wette, bereits nach der vierten Maus, wäre mein Eßbedürfnis gestillt.
13 Februar 2005
Ich bestehe aus 56% Wasser und aus 22% Fett. Was bitte ist der Rest? Sonstiges?
Ich weiß nicht, ob es jemals so war. Ich vermute aber FRÜHER war das mal so. Da haben sie es noch getan. Jetzt nicht mehr. Man hört Radio, es wird ein Lied gespielt, das man nicht kennt, das einem aber sehr gefällt, also wartet man gespannt bis zum Ende, faucht wohlmöglich noch andere Anwesende mit einem „pschschschscht!!!“ an und dann, dann ärgert man sich. Denn sie sagen nie NIE N I E den Liedtitel oder den Interpreten. Nie. Nie!!! Das Merkwürdige ist, man verhält sich exakt so, obwohl man weiß, dass sie den Liedtitel nicht sagen. Vielleicht weil man immer wieder ein wenig Hoffnung schöpft, dass sie es eines Tages doch sagen.
11 Februar 2005
Nachtrag: Inkonsequenz ist eine meiner großen Stärken. Wenn mich jemand zur Berlinale einladen will ... ich komm in jeden Film mit (ausgenommen Filme in denen Julia Roberts, Richard Gere, Arnold Schwarzenegger, Renée Zellweger, Jude Law, Christopher Walken, Nicole Kidman, Tom Cruse, Julie Delphie, Meryl Streep und/oder Matthew Broderick mitspielen). An sich mag ich sie ja, die Berlinale ... nur die Leute eben nicht. Auch ist es mir zu anstrengend das Programm durchzulesen und mich stundenlang an den Kassen anzustellen ... aber an sich: Berlinale gefällt mir, man sollte sie eben nur nach Köpenick verlegen.
Habe gestern herausgefunden, woran man erkennt, daß man nun Berliner ist: Sämtliche Sonderevents nerven. Zum Beispiel - die Berlinale. Unglaublich. Die U-bahn ist vollgestopft mit pseudowichtigen Möchtegernkünstlern, die sich gegenseitig übertrieben laut von ihren unsäglichen Erfolgen im Film- und Fernsehleben berichten, dabei unangemessen laut lachen und sich entweder zuckersüße Bussis geben oder lieblich die Rücken tätscheln. Ab dem 2. Tag Berlinale beginnen sie morgens nach Alkohol zu stinken. Ich finde Menschen wir mir, die morgens gezwungen sind die öffentlichen Verkehrsmittel mit diesen $&§$§!"§%"/ zu teilen, sollte zum Jahresanfang eine Schmerzensgeldpauschale gezahlt werden.
Jeden verdammten Morgen nehme ich es mir vor: heute ißt Du mal keinen Süßkram. Aber jeden Tag kommt mir ein Schokomuffin, ein Cookie oder sonstwas dazwischen. Und jetzt das: Kamps führt hier die Vanillehörnchen ein, von denen ich in meiner kompletten Studiumszeit abhängig war. Einmal habe ich in Bamberg fast eine Bäckerei auseinander genommen, weil sie die Vanillehörnchen gerade nicht hatten. >>An Fasching gibt es nur Krapfen<<. Waaahhh!
10 Februar 2005
Neulich saßen wir in der Küche und erinnerten uns an die großartigen Dinge unserer Kindheit und Jugend. Da war Pacman , die Was-ist-was-Bücher , YPS , die ersten Computer mit Gianas Sisters und den Summer und Winter Olympics, für die man Joystick um Joystick durch wildes Rütteln vernichtete. Ich erinnere mich an den Spaß den ich mit diesem Schleimzeug hatte und an Plastikspinnen , die man mittels einer kleinen Pumpe springen lassen konnte. Den großen Cosmos-Experimentierkasten und die ersten Lego Technics Baukästen. Allen Dingen ist eines gemeinsam: die meisten in meiner Altersgruppe erinnern sich daran und man bricht in Begeisterungsstürme aus, wenn man davon spricht. Ich frage mich dann, was haben die Kinder von heute? Gibt es solche Dinge immer noch und sie sind mir nur unbekannt, weil ich keine Kinder kenne? Werden sie in zwanzig Jahren auch an Küchentischen sitzen und sich gegenseitig berichten, wie aufregend und schön ihre Kindheit war?
Vermutlich bewirkt das Nahen des dreißigsten Geburtstag eine Art Regression. Wenn ich nachts nicht schlafen kann, fallen mir die schlimmsten Erlebnisse aus meiner unbeschwerten Kindheit ein, die meist mit Schule und einer Lehrerin verbunden sind, die wie eine Tonne auf zwei Beinen aussah und ihren Rock konsequent bis unter den massigen Busen zog (Aus Gesprächen mit Freunden erwächst übrigens die Vermutung, dass es sich bei dieser Lehrerin um einen der ersten Klonprototypen handelte). Sie zwang Mädchen zum Blockflöte spielen und Jungs quälte sie indem sie sie im Stimmbruch "Es ist ein Ros entsprungen" singen lies. In Handarbeiten waren ihre Ansprüche so hoch, dass sie selbst meine handarbeitsmäßig durchaus begabte Mutter nicht befriedigen konnte. Alle zu erhäkelnden oder erstrickenden Stücke wurden ausschließlich durch meine Mutter erstellt, die es zu ihrer großen Empörung aber nie schaffte eine eins zu bekommen. In meinem ersten Zeugnis steht: "Nuf sollte es langsam lernen sich verbal und nicht so sehr durch Taten durchzusetzen." Mein leicht aggressives Fehlverhalten war allein dem Umstand geschuldet, dass meine oben erwähnte Dominagrundschullehrerin mich nie verstand, ja sogar versuchte meine Eltern davon zu überzeugen dass meine lebhafte Phantasie meine komplette Zukunft in Frage stellen würde (stülle). Durch dieses Vorurteil geprägt korrigierte sie einst einen meiner Aufsätze zum Thema "Karl und Ben" zu "Karl und der Ball", da sie behauptete "Ben" sei kein Name sondern ein Verschreiber. Gemeint sei "Ball". Ihre durchgehende Korrektur von Ben zu Ball bewirkte eine völlige Sinnentstellung meines Aufsatzes, was sie dann mit einer vier quittierte. Aus Rache behauptete ich beim nächsten Vorlesen bei "Am Schulhof liegt Papier* auf dem Boden" handle es ich um einen gestürzten französischen Schüler. Witzig war ich eben schon immer ... *gesprochen Pa-piääär
Erfreulich, dass IKEA sich den optischen Vorgaben meines Blogs angepasst hat. Danke Ingvar! Free Image Hosting at www.ImageShack.us
Ich lese mit Leidenschaft einige Blogs, die auch auf koreanisch sein könnten ... jedenfalls gemessen an dem was ich verstehe. Kann mir das mal jemand psychologisch erklären?
Zweites neues Hobby: Parabel-U-bahn-Flüge Free Image Hosting at www.ImageShack.us
Da es in den 80ern und 90ern nur drei Fernsehprogramme gab, schaute man gemeinsam mit den Eltern einige wenige Fernsehhighlights. Neben "Wetten daß?" gehörte "Der große Preis" ebenfalls dazu. Zwischen 1977 bis 1981 lag die durchschnittliche Sehbeteiligung bei 51 Prozent. Es ist also nicht verwunderlich, dass ich ein weiteres Schockerlebnis meiner Kindheit mit einer Folge von "Der große Preis" verbinde, bei dem ich aufgeregt auf den letzen Kandidaten wartete, der vorgab Jura studiert zu haben. Ich war fast sechzig Minuten gespannt wie ein Flitzebogen welche Fragen er zu den Dinosauriern stellen würde und ob ich mithalten könnte. Schließlich konnte ich siebenundzwanzig Dinosaurierarten auswenig! Während ich im Geiste aufgeregt aufzählte: Herrerasaurus, Staurikosaurus, Caseosaurus, Ceratosaurus, Noasaurus, Masiakasaurus, Velocisaurus, Thecodontosaurus, Agrosaurus ... [...] kam der letzte Kandidat endlich an die Reihe. Als er mit seinen Fragen begann, war meine Enttäuschung grenzenlos.
Über die Gründe Tiramisu nicht als Nachspeise für das erste Date zu wählen: Free Image Hosting at www.ImageShack.us
Eine Kindergärtnerin berichtete, dass sich dieses Jahr außergewöhnlich viele Kinder entschieden hatten, die Faschingszeit als Gespenst zu bestreiten. Das hat mich überrascht. Ich ging davon aus, dass Kinder eigentlich immer Prinzessin, Cowboy oder Pirat sein wollen. Sich als Gespenst zu verkleiden hielt ich sowohl für kreativ als auch für elternfreundlich. Statt stundenlangem Nähen, schminken oder kostspieligen Fertigkostümen befriedet ein Bettlaken alle kindlichen Verkleidungswünsche auf einmal. Umso erstaunlicher auf einen Kita-Fasching zu kommen und zwanzig kleinen Gespenstern zu begegnen. Ich habe lange nachgedacht, wie die Kinder auf ihre Verkleidung kommen und wie gewöhnlich fiel mir die Antwort im Halbschlaf ein. Die Gespensterverkleidung ist Spiegelbild der Wirtschaftskrise. Kinder sind es gewohnt im Dunkeln zu leben. Trüge man ihren auf einen typischen Elternsatz zum Besten zu geben, so lautete der zweifelsohne: "Schatz. Mach das Licht aus, das is zu teuer wir ham doch kein Geld seit Papa arbeitslos is!"
09 Februar 2005
Hat mich irgendwer behext? Seit Zwei Wochen wache ich exakt um 02.32 h auf.
08 Februar 2005
Heute habe ich darüber nachgedacht, ob ich einen neuen MP3-Player brauche. Mein alter, mit sage und schreibe 64 MB ist jetzt fast fünf Jahre alt und sein damaliger Preis in Höhe von 75 DM hat sich schon lange amortisiert. Aus Prinzip denke ich natürlich nicht daran mir einen iPod zu kaufen. iPod-Käufer gehören zu den klassischen Opfern einer gut funktionierenden Marketingstrategie. iPodähnliches gab es schon lange - nur billiger. Da hat es niemanden interessiert und dann kommt iPod und alle wollen es haben. Allein die Speicherkapazität* ist völlig bescheuert. 40 GB. Wie viele Menschen gibt es, die das wirklich brauchen? Selbst wenn ich alle meine CDs (und ich meine ALLE: auch die ersten, die ich Ende der 80er Jahre erstanden habe, Stichwort Leila K ...) auf so ein Ding packe - ich bekomme es im Traum nicht voll. Persönlich kenne ich nur zwei Menschen, die aufgrund des Umfangs ihrer CD-Sammlung 40 GB voll bekommen würden. Beide würden jedoch nie ein neumodisches Teil wie den iPod kaufen, geschweige denn benutzen. Für Menschen wie mich, die unter großen Entscheidungsschwierigkeiten leiden, ist das ohnehin ein Gerät des Teufels. - So jetzt höre ich Scissor Sisters. (10 Sec) Hm, lieber das andere Lied. (9 Sec) Oder vielleicht doch lieber Missy Elliot? (10 Sec) Ach ne, ich hab Lust auf Jack Johnson (20 Sec). Boah Carla Bruni wärs jetzt eigentlich eher. Unerträglich. Inakzeptabel auch der Preis. Bei apple sowieso - aber auch bei den anderen Anbietern. Wie gesagt, ich hab nur kurz darüber nachgedacht. Aber ich gehöre eben nicht zur Zielgruppe. Ich bin marketingresistent. Kein Wunder, diese 3-D-Bilder kann ich auch nicht sehen. *nuf hat auch schon mitbekommen, dass es verschiedene Größen gibt.
Das Thema Neid durchzieht wie ein roter Faden meine Biografie. Es gibt eigentlich kaum einen Tag an dem ich nicht irgendwas neide. So neidete ich heute den unerschütterlichen Willen zur Schönheit bei einigen Frauen. Die laufen ohne Stiefel, ohne Schal, am besten ohne Unterhemd (die Nieren!!!) und Strümpfe (die Eierstöcke!!!) im Minirock durch den kältesten Wintersturm. Ganz so wie Giunevere in King Arthur. (Das arme Ding trägt den ganzen Film über nur ein zusammengenähtes Bettlacken. Später hat sie gar die gesamte Kleidung verbummelt und versucht ihren Busen notdürftig unter zwei dünnen Ledergürteln zu verstecken.) Jedenfalls kenne ich ein solches Verhalten aus meinen frühen Twenjahren, in denen ich um nichts in der Welt meine stundenlang gekämmte Frisur durch das Aufsetzen einer Mütze gefährdet hätte. Doch wenn man älter wird, dann hat man es satt zu frieren und so entschließt man sich eines Tages dicke Stiefel, Schal und Kopfbedeckung zu tragen und nimmt es in Kauf wie eine Preßwurst auszusehen. Kaum auf den Geschmack gekommen, will man jedoch nie mehr davon ablassen. Und doch, wenn ich also warm eingepackt durch die winterliche Landschaft laufe und die edlen Damen sehe, die so tun als sei es Sommer, so neide ich ihrer Willenskraft. Ich glaube denen, die es schaffen, diesen Irrsinn über das 28. Lebensjahr hinaus durchzuhalten, steht eine große Führungskarriere bevor. Jedenfalls wenn sie bis dahin nicht erfroren sind.
07 Februar 2005
Wäre ich Großmutter und hätte ich eine Enkelin, die bereits im arbeitsfähigen Alter ist, würde ich ihr folgendes raten: "Liebe Enkelin, wenn es an einem Seminarort eine schöne Therme gibt und Du einen Tag vor Beginn der Tagung anreist, gehe auf keinen Fall in diese Therme, denn alle anderen, haben genau die selbe Idee. Das wäre Dir sehr peinlich, denn sicherlich möchtest Du Deine neuen Kollegen nicht alle nackt kennen lernen, nicht wahr?"
Mein neues Hobby: Paintkunst. Hier dargestellt -> das Schweinebratenkostüm. Free Image Hosting at www.ImageShack.us
Das ist meine Lieblingsanzeige: Image Hosted by ImageShack.us
Ich habe bereits in Köln gelebt. Geholfen hat es nichts - den Karneval kann ich nicht leiden. Das war nicht immer so. Zwischen dem 6. und dem 12. Lebensjahr zählte der Karneval zu einem der wichtigsten Events des Jahres und stand in der Rangreihe begeisterungsauslösender Ereignisse gleich hinter Weihnachten. Absoluter Höhepunkt einer jeden Karnevalsaison war wiederum der Faschingsball im Turnsportverein. Jahr für Jahr kannte ich nur ein Ziel: den ersten Preis für meine Kostümierung zu erlangen. Jahr für Jahr habe ich versagt. Kreativität wurde nicht belohnt. Ich kann mich nicht an alle Kostüme erinnern. Zu den Highlights gehörten ohne Zweifel meine Verkleidung als Regenbogen, als Spinne und als Schweinebraten. Da packte meine Mutter mich in eine braune Filzröhre mit fransig abgeschnittenen Enden, welche die Fleischfasern darstellten und stopfte mich mit Kissen aus. Rechts und links baumelten Kartoffelklöße in Form von gelblich angemalten Styroporkugeln von mir. Auf dem Kopf trug ich hell- und dunkelgrüne Wollfäden, die vermutlich die Wirsingbeilage imitieren zu suchten. Zwischen all den Cowboys, Prinzessinnen und Feen kam ich mir freilich ein wenig verloren vor, doch aufgeregt präsentierte ich mich den ganzen Tag im Zentrum der Tanzfläche, beteiligte mich mit höchstem Einsatz an allen Spielen und gab auch sonst alles, um mich vor den Jurymitgliedern in den Mittelpunkt zu katapultieren. Im Nachhinein betrachtet hätte es sicherlich genügt salzstangenknabbernd am Rande der Tanzfläche zu stehen, denn ein Kind, verkleidet als ein Schweinebraten, scheint mir aus der Erwachsenenperspektive auffällig genug. Nun, was ich eigentlich sagen wollte, war folgendes: Seit gut 18 Jahren interessiert mich der Karneval einen Dreck. Hochburg des karnevalistischen Horrors ist und bleibt Köln. Dort wird man bis zum Aschermittwoch an jeder Straßenecke von ekelhaft betrunkenen Kerlen abgeknutscht, betatscht und als Spaßbremse in den Menschenstrom zurückgeschubst, wenn man nicht johlend mitmacht. So gebe ich in der Regel alles die jecke Jahreszeit an mir vorbeiziehen zu lassen. Manchmal, so wie beispielsweise gestern, gerät man nichtsdestotrotz nichtsahnend mitten in einen solchen Irrsinn. Sogar in Berlin. Ich kann mich leider nicht erinnern, was man in Berlin statt "Alaaf" oder "Helau" rufen muss. Es klingt ein bisschen nach einem Ausruf sächsischer Gleichgültigkeit ([ohnö]?!) und beschreibt somit trefflich das Gefühl, das in mir aufkommt wenn ich diese Irren sehe. Zugegebenermaßen erlitt ich (im Gegensatz zu meinen Erfahrungen in Köln) keine Prellungen durch herabfallende und aktiv aus Umzugswägen weggeschmissene Gegenstände. Keine der 60 Tonnen Bonbons, Blumen, Stofftiere und Fußbälle prasselten auf mich nieder. Dennoch fehlt mir jedes Verständnis für die Tradition des Karnevalumzugs. Was macht bloß so viel Spaß daran, wenn Erwachsene sich in Marienkäferkostümchen quetschen und laut singend durch Menschenmassen schlängeln? Wahrscheinlich sage ich das nur, weil ich neidisch bin. Sehr neidisch. Und weil ich nie den ersten Preis für das schönste Kostüm gewonnen habe.
02 Februar 2005
Ich habe mich kürzlich entschlossen, dass ich ab und an auch mal private Dinge hier rein schreibe. Dem folgend hier ein Geständnis: Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie verschlafen. Es ist schrecklich, ich weiß. Viele werden sich voller Abscheu von mir abwenden. Aber ich stehe dazu. Es ist mir noch nie gelungen, irgendwas zu verschlafen. 1995 habe ich mal geträumt, ich hätte mein Abi verschlafen. Das wars aber auch schon. Ich habe auch schon mal als Ausrede gesagt: "Sorry, ich hab verschlafen!". Aber das war leider gelogen. Immer. Ich bin einfach zu spießig und kontrolliert. Ich werde sogar ohne Wecker wach. Dabei wünsche ich mir wirklich mal zu verschlafen. Ich stelle mir das sehr aufregend vor.
Manche Berliner Wahnsinnige machen mich wirklich wahnsinnig. Als Psychologin darf ich das natürlich nicht, hätte ich aber sehr gerne und zwar laut geschrieen: "Verdammte scheiße, leben sie ihre Zwangsneurose doch woanders aus!" Heute bin ich ihm das dritte Mal begegnet. Das erste Mal war eigentlich fast ein nettes Erlebnis. Es ist acht Uhr zwanzig. Ich befinde mich in der U 2 Richtung Ruhleben sitze, glücklich einen Platz ergattert zu haben, und lese. Märkisches Museum. Ein Mittfünfziger, optisch unauffällig mit grauem Parka betritt das Abteil und setzt sich auf meinen Schoß. Es saßen bereits fünf Leute auf der Bank und ich anscheinend da, wo der Herr sitzen wollte. Also setzt er sich auf mich! Ich habe erst geschaut wie ein verdutztes Kaninchen und musste dann sehr lachen. Der junge Herr gegenüber lacht ebenfalls und wir zwinkern uns zu. Schöner Start in den Tag. Jemand steht auf und wir rutschen alle wieder in Position. Unsere zweite Begegnung. Wieder U 2, aber anderer Wagon. Märkisches Museum. Wir sitzen zu viert auf der Bank. Mr. Ichpassdasuperhin schlendert auf die Sitzbank zu, dreht sich in Zeitlupe, wackelt einmal mit dem Gesäß und platziert sich wieder zwischen die Sitzenden. Dann heute: Ich sitze, höre Musik, neben mir ist frei. Der Herr im Parka erscheint erwartungsgemäß an der Haltestelle Märkisches Museum, kommt auf mich zu und wedelt mit den Händen. Ich ignoriere ihn. Er fuchtelt wilder, spricht lauter, ich höre durch meine Musik den Befehl. "Rutschen!". Ich denke, rutsch Du doch und zwar mir den Buckel runter und verstehe nicht, wieso er sich nicht einfach neben mich auf den freien Platz setzen kann. Stressresistent wie ich bin, konzentriere ich mich wieder auf Musik und regelmäßiges Atmen, reißt mir dieser neurotische Mann die Kopfhörer vom Kopf und brüllt "RUTSCHEN!". Entgeistert schau ich ihn an: "Wie wäre es denn, wenn Sie sich einfach auf den freien Platz neben mich setzen und ich bleibe, wo ich bin?" "RUHUUUUTSCHEN!", brüllt er und schiebt seinen Arsch zwischen mich und meine Sitznachbarin. Dann breitet er seine Zeitung aus, so dass ich die eine und meine ehemalige Sitznachbarin die andere Seite lesen kann und ich bin wieder kurz davor eine Wollmütze zu verspeisen.
Es sind die kleinen E-mail-Konversationen, die ich liebe. - Wie is? Mittach 2.0? 13 h hab ich nen Termin, an Pünktlichkeit wäre mir gelegen. - Yepp V.1_2 built 00 # no-delaY
01 Februar 2005
Portugiesische Biere haben alle einen Preis. Ich finde, es sollte auch für jeden Blog einen Preis geben. Da ich seit einiger Zeit höcht begeisterte Leserin von Ste bin, habe ich mich entschlossen, Kraft meiner Subjektivität ihr hiermit feierlich den eigens von mir liebevoll gezeichneten Paintorden 2005 zu verleihen. Free Image Hosting at www.ImageShack.us
Die kleinen Oasen des Alltags sind für den gestressten Büromenschen Aufenthalte in sanitären Anlagen. Neben dem großen Unterhaltsungswert, den v.a. Botschaften von Kollegin zu Kollegin über die vorschriftsgemäße Benutzung von Toilettenbürsten besitzen, hat man hier auch die inspirativsten Einfälle. Manchmal auch beängstigende. Kürzlich las ich nämlich, dass Männer nun endlich ein echtes Argument haben, im Stehen pinkeln zu können. Sitzpinkler erleiden laut ausführlicher und wissenschaftlich fundierter Studien signifikant häufiger an Prostatakrebs als die mannhaften Stehpinkler. Das Sichhinsetzen bewirke, so der Artikel, dass kleine Urinreste in der Blase verbleiben und dort zu krebserregenden Substanzen mutieren. Das fiel mir kürzlich ein als ich auf dem Klo saß. Da ist doch die Frage naheliegend, was mit dem Teil der Menschheit ist, der quasi per Anatomie dazu gezwungen ist kleinere Geschäfte im Sitzen zu verrichten. Der stringente Logiker mag mich nun darauf hinweisen, dass Frauen mitnichten aufgrund der Abwesenheit einer Prostata zu Prostatakrebs neigen. Trotzdem finde ich beunruhigend, dass in mir immer ein kleiner Urinrest schwappt. Bah!

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