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27 April 2005
Hiermit wiederrufe ich offiziell meine marketingresistentheit 1998 kuf ich meinen ersten MP3-Player. 32 MB hatte der und ich habe mir, verschwenderisch wie ich einst war, eine weitere 32 MB-Karte geleistet. Ungefähr zehn Lieder passen drauf. Mein MP3-Player wurde für lange Zugfahrten mein wichtigster Begleiter. Auch bei sportlichen Ertüchtigungen ist er nicht mehr wegzudenken (würde mich mein pferdeartiger Schnaubatem doch zu Tode nerven, wenn ich ihn hören müsste). Dann verbummelte ich die Übertragungssoftware und mein Rechner wollte den Player nicht als externes Laufwerk durchgehen lassen. Fortan konnte ich die Hälfte des immensen Speicherplatzes nicht mehr neu bespielen. Seit einem halben Jahr muss ich jetzt Carla Bruni hören und bei aller Liebe ICHWILLSIENICHTMEHRHÖREN. Was liegt also näher als sich ein neues Gerät zu kaufen? Gestern ergatterte ich für nur 55 € ein Abspielgerät mit 512 MB Speicherplatz. Eine unvorstellbare Menge Platz, die ich gleich mit Herrn Johnson, Herrn Cullum, den Scissor Sisters, den Chemical Brothers, Seeed und Selig bespielte, um dann verwundert festzustellen, dass mir immer noch freier Speicherplatz zur Verfügung steht. Ich war begeistert! Ich eilte, zugegebenermaßen völlig leichtsinnig, ohne mir vorher die Gebrauchsanweisung zu Gemüte geführt zu haben, zu meiner abendlichen Verabredung. Schon in den ersten Minuten wurde mir klar, dass sich MP3-Player, die 512MB haben und 55 € bzw. 160 € kosten, in einem einzigen Details gewaltig unterscheiden: der Dateiverwaltung. Mein Prachtstück spielt einfach alphabetisch ab und es ist nicht möglich zwischen den einzelnen CDs zu wechseln. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass sich ein fehlendes Dateiverwaltungssystem durch kluge Benennung der einzelnen Lieder ausgleichen lässt. Zumal es für mich absolut tödlich wäre, wenn ich nicht gezwungen wäre alle Lieder hintereinander weg zu hören. Ich würde mich v.a. mit dem Verwalten von Datein. Viel mehr beschäftigt mich die Frage: wie kann man den MP3-Player ausmachen? Bislang ist mir dies nur durch Unterbrechung der Stromzufuhr gelungen. Ich bin mir aber sicher, es gibt Alternativen zu diesem Lösungsansatz.

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