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04 April 2005
Zwischen 12 und 17 möchte man unbedingt älter sein. Das ist insofern noch verständlich als dass an ein bestimmtes Alter bestimmte Rechte gebunden sind. Abgesehen davon ist der Wunsch nach dem Ältersein retrospektiv nicht nachvollziehbar. Zwischen 18 und 24 ist man eben 18, 19, 20, 21, 22, 23 oder 24. Ab 25 wäre man gerne jünger. Ab 30 fängt man an über das Alter zu lügen und ab 40 sagt man nichts mehr dazu. Wenn ich davon ausgehe, statistisch 82 Jahre zu leben, bedeutet das: 11 Jahre habe ich mir keine Gedanken über mein Alter gemacht 7 Jahre wollte ich älter sein, als ich war und 64 Jahre meines Lebens wäre ich gerne jünger als ich bin. Das allerschlimmste ist, mit 30 kommt man in das Alter, indem man bemerkt, dass die Eltern recht hatten. Mein Vater hat immer stur behauptet, die Studienzeit sei die großartigste überhaupt. Als ich studierte, fand ich das nicht. Sobald ich aufgehört habe und zu arbeiten begann, fand ich: die Studienzeit war überhaupt die tollste Lebenszeit. Meine Mutter hingegen sagte immer, die Zeit zwischen 26 und 32 fand sie am schönsten. Die ist nun in absehbarer Zeit vorbei. Nächste Station: Rente. Soll auch Spaß machen. Sind ja nur noch 35 Jahre. Jedenfalls wenn man Glück hat.

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