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11 Juli 2005
Toiletten und ich werden nie Freunde werden. Wir schauen nun schon seit vielen Jahren auf eine Geschichte voller Missverständnisse Peinlichkeiten. Bislang dachte ich mein Portugalerlebnis sollte das grauenerregendste im Kontext der sanitären Anlagen sein. Gestern wurde ich jedoch eines Besseren belehrt. Während meines Urlaubs in Portugal machte ich eine unerfreuliche Bekanntschaft mit einer Genitaldusche, die aufgrund ihrer unsachgemäßen Bedienung, zu einer Ganzkörperdusche mutierte. Nach Abschluss meines Toilettengangs wollte ich alle Spuren beseitigen und suche nach der Spülung. Statt der benötigten Spülung entdecke ich einen kleinen Wasserhahn, den ich arglos aufdrehe. Ich schaue gerade in die Toilettenschüssel als mit viel Druck ein Wasserstrahl aus einem kleinen Schlauch in der Schüssel herausspritzt. Ich versuche auszuweichen, was mir aufgrund der beengten Räumlichkeiten nur sehr begrenzt gelingt. Um den Wasserstrahl zu stoppen nestle ic nach dem Wasserhahn. Dabei drehe ich in die falsche Richtung und erhöhe den Wasserdruck so dass er an die gegenüberliegende Holztür spritzt, abperlt und mich zusätzlich von der Rückseite einweicht. Nach einem zweiten Versuch ist der Toilettenbrunnen endlich abgestellt. Ich trete tropfend aus der Toilette und versuche mir meinen Weg würdevoll durch die Bar an meinen Platz zu bahnen. Nach einer solchen Misere gibt es zwei Verhaltensalternativen. A die Bar fluchtartig verlassen oder B sich hinsetzen und warten, bis der letzte Gast, der diese Katastrophe beobachtet hat, gegangen ist. Alternative B wählte ich gestern. Da verließ ich, nachdem ich mich frisch gemacht hatte, flitbereit die Toilette, um meinen Begleiter durch mein in Form gebrachtes Äußeres besonders zu beeindrucken. Ich hatte mir nach dem Toilettengang den Lippenstift nachgezogen und kam brustgeschwellt mit dem Hinterteil wackelnd aus den sanitären Anlagen auf meinen Verehrer zu, der erst breit lachte und dann, als ich ihn ebenfalls anlächelte, schallend in Lachen ausborst. Er deutete prustend auf mich. Ich drehte mich um und erblickte hinter mir, der Bewegung meines Gesäßes folgend, eine lange Toilettenpapierschnur hin und her schweben.

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