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24 August 2005 obst gesund?
ich habe mich bereits als kind gefragt, wie man etwas als gesund bezeichnen kann, von dem man nach dem genuss bauchschmerzen und magengrimmen bekommt. offensichtlich wehrt sich der körper heftig gegen den „genuss“ von obst, warum sonst brodelt es nach einem apfel im magen als ob dort ein massaker stattfände? warum kann man eine stunde nach dem genuss einer zwiebel rücklings zwei liter methan abzapfen? viele obstsorten signalisieren einem deutlich: iss mich nicht! das geht mit farben, gerüchen, aber auch kleinen, subtilen signalen wie ekligen häutchen, haarigen oberflächen, bitteren und unzählichen kernen oder abstossenden gerüchen oder konsistenzen. viele obstsorten verabscheue ich nicht wegen des geschmacks, sondern wegen der konsistenz. erdbeeren zu zerkauen empfinde ich ekliger als eine nackschnecke (oder eine kiwi) abzulecken. das mag daran liegen, dass ich einmal von einer älteren dame, die mir sicher etwas gutes tun wollte, mit einer riesenportion dosenerdbeeren gemästet wurde. aber auch viele andere obstsorten mag ich konsistenzmässig überhaupt nicht, orangen zum beispiel. dieses zusammenspiel aus haut, fruchtfleisch und diesen weissen fäden lässt mich erschaudern. als saft hingegen habe ich mit kaum einem obst oder gemüse schwierigkeiten, bis auf die oben erwähnte rebellion im verdauungstrakt. überhaupt, die erfindung der saftpresse, bzw. saftreibeschleuder ist grosssartig. viel eher als einen kühlschrank wünschte ich mir für meinen kleinen bescheidenen haushalt eine solche saftpresse, mit der man aus karrotten, äpfeln und ungeheurem lärm einen leckeren saft mit 3-4 schichten zaubern kann (unten karottenwasser, drüber apfelwasser, dadrüber seltsam gefärbter apfelschaum und karottenschaum). gestern habe ich übrigens von der obstbefreiungsfront 30. august (wie ich vermute) eine postkarte bekommen.

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