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02 Februar 2006
Fakt ist doch, dass Menschen, die Kinder bekommen in unserem Land, heute drastisch schlechter dastehen als Menschen mit der gleichen Ausbildung, die sagen: Wir bekommen keine Kinder.
Genau Frau Van der Leyen. Kinder, das ist eine Sache, die ihren Wert rein rechnerisch bemessen lässt. Wenn ein doppelt verdienendes Akademikerpärchen ein Kind bekommt, dann bedeutet das 50.000 € im Jahr verlieren.

Und ich gebe Marcus recht, wenn er schreibt dass es nicht am Geld liegt, dass es zu wenig Kinder gibt.

Die meisten Menschen sind zu eigensüchtig um Kinder zu haben. Denn Kinder haben heißt eigene Bedürfnisse hinten anstellen. Aber in der Wertehierachie der Industriestaaten steht Selbstverwirklichung an erster Stelle. Gleich gefolgt von Status und Konsum.
Mal keinen iPod, keinen neuen Laptop, kein größeres Auto und und und. Es liegt nicht am Geld. Das ist ein psychologisches Problem. Man wartet auf den idealen Augenblick. Der Zeitpunkt an dem man alles gemacht hat, was man machen wollte. Alles gekauft hat, was man kaufen wollte. Den Job hat, mit der Bezahlung, die man wollte, dem unbefristeten Vertrag und der Aussicht auf Teilzeit. Die Position, die man wollte. Die Wohnung, die man wollte. Die Altersvorsorge, die man wollte. Den idealen Partner, etc.
Doch dieser Zeitpunkt kommt nie.

Die jetzige Entwicklung bedeutet nur eines: spätestens in zehn Jahren wird eine ganze Generation vergnügungssüchtiger Egomanen feststellen, wie furchtbar es ist ohne Kinder alt zu werden, wie orientierungs- und haltlos man ohne Familie ist.

Sie werden sehen, was sie alles verpasst haben. Sie werden sehen, dass sie mit ihrem finanziell abgesicherten Leben nie die Freuden erlebt haben werden, die es bedeutet beim Abendbrot seinen Namen mit Tee zu gurgeln oder rückwärts spazieren zu gehen!


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