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21 Februar 2006
Ich arbeite derzeit an einem System der Zweitschlüsselhinterlegung, welches quasi sicherstellt, dass im Notfall der Zweitschlüssel tatsächlich verfügbar ist.
Wenn man achtlos den Schlüssel beispielsweise beim Nachbarn hinterlegt, so missachtet man nahezu fahrlässig bestimmte Regeln der Logik, die beim genauen Durchexerzieren ergeben, dass der Schlüssel im Fall der Fälle nicht verfügbar sein wird.
Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Nehmen wir an, ich hätte meinen Zweitschlüssel bei meinem Nachbarn hinterlegt und vergesse meinen Erstschlüssel eines morgens in Eile an meinem heimatlichen Schlüsselbrett. Die Chance, dass mein Nachbar am Abend, wenn ich feststelle, dass ich den Schlüssel vergessen habe, zuhause ist, ist fünfzig zu fünfzig (da/nicht da). Nach Murphys Law tritt der zweite der beiden Fälle ein. Schlimmer noch; der Nachbar hat ihn just am gleichen Tag vergessen. Er wiederum hat seine Backuplösung bei seiner Freundin hinterlegt, die leider – wie der böse Zufall es will – gerade im Radio eine Spontanreise nach Mallorca gewonnen hat. In der Eile vergisst auch sie den Schlüssel. Ihren Ersatzschlüssel hat sie dummerweise bei mir hinterlegt. Da stehen aufgrund einer Unachtsamkeit gleich drei Leute vor einem Problem. Man könnte das Beispiel auch im größeren Rahmen weiterspinnen. Das schenke ich mir jedoch an dieser Stelle, denn im Grunde wollte ich eines zeigen: Es ist unvernünftig und unsicher den Ersatzschlüssel bei jemanden zu hinterlegen, den man kennt. Denn meistens hinterlegen diese jemande ihre Schlüssel wiederum bei anderen jemanden, den man auch kennt. Da sich bekanntlich alle Menschen der Welt über eine Kette von maximal sechs Leuten kennen, sind auch die Schlüssel über solche Ketten weltweit verteilt.

Moment mal, das heißt, ich kenne über eine Kette von sechs Leuten, jemanden, der den Hausschlüssel von Robbie Williams hat?



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