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31 März 2006
Liebes Tagebuch,
diese Woche war spitze. Hab ganz viele Überstunden abgebummelt, die Sonne schien und wenn es regnete, war es wenigstens nicht kalt. Zum Nieselregen passte mein zweites Weihnachten in dieser Woche hervorragend. Was gibt es schöneres als Element of Crime hören und über die Frühlingsblumen hinweg in den Regen zu blicken?
(Tausend Dank für das wunderbare Geschenk!)
Damit ist bewiesen auch ohne Internet Zuhause kann man glücklich sein. Liegt bestimmt auch an dem Besuch der kleinen Dame, die sich v.a. für Tiergeräusche interessiert. Eine meiner Kernkompetenzen. Grunzen und krähen kann ich sehr gut. Am Wiehern muss ich noch arbeiten. Dafür habe ich zum Glück das Wochenende.

Herzlichst nuf

30 März 2006
Besorgniserregend ist es, immerzu von Bloggern zu träumen, die man gar nicht kennt.
Heute habe ich im Traum ein blondes Kind im Einkaufswagen eine stufenlose Wendeltreppe im Zentrum einer Burg hochgeschoben. Oben stellte ich fest, dass die Burg bis auf das Treppenhaus aus massivem Stein besteht und keine Hohlräume hat.
Parka Lewis von Gesprächsfetzen stand unten im Treppenhaus und las aus Bajki robotów des kürzlich verstorbenen Stanisław Lem vor.
Der Autor von 500Beine stand oben auf einer Zinke des Burgenturms und rief: Neinneinnein! Roboter träumen gar nicht! und wedelte mit einer rosa-orange karierten Fahne.

29 März 2006
Leider, leider ist Graphologie in Deutschland kein Pflichtfach innerhalb des Diplomstudiengangs Psychologie mehr. Als Anhänger sämtlichen Firlefanzes und bekennende Altersesotherikerin glaube ich nämlich, dass man an der Schrift den Charakter erkennen kann. Menschen, die aufgrund von Verhaltensbeobachtungen auf den Charakter schließen wollen, finde ich suspekt. Deswegen kann ich jedem diesen Test hier empfehlen.

Quelle

Liebe Nuf, die Deutung Deiner Handschrift brachte folgendes Ergebnis:
Du bist eher bescheiden und zurückhaltend. Du musst nicht immer im Mittelpunkt stehen. Du bist insofern bescheiden und wenig aufdringlich, als dass Du es nicht nötig hat, die Umwelt bei jeder Gelegenheit auf die eigenen Stärken aufmerksam zu machen.
Du bist ein Gewohnheitsmensch. Du bist eher nachdenklich und vorsichtig. Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit gehören deshalb zu Deinen Stärken.
Im Großen und Ganzen wirkst Du gelassen bis uninteressiert. Wenn Du aber von einer Sache überzeugt bist, überraschst Du Deine Umwelt durch Dein überschwängliches und begeisterungsfähiges Auftreten.
Du bist überdurchschnittlich intelligent. (War ja klar oder? Siehe Punkt Bescheidenheit weiter oben)
Du hälst nichts von übertriebener Toleranz. Deine Antworten fallen schon mal etwas heftiger aus.
Wieso steht da nicht: Menschen mit Deiner Handschrift sind stets gutaussehend. Überschreiten nie die 60-Kilogrenze. Werden beruflich wie privat nur Glück haben. Sonst aber sehr passend.

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Aufgrund einer völlig berechtigten Kritik meines langjährigen Lesers Korrekturlik™, gestehe ich öffentlich einen für Bayern typischen Grammatikfehler in einer meiner kürzlich gebloggten Geschichten begangen zu haben. Darüber hinaus entschuldige ich mich für das überzählige Freizeichen in dem Posting und das unnötige Setzen mehrerer Ausrufezeichen. Ich entschuldige mich ausdrücklich nicht für die Tränen, die ich vergoss, wie Bambi tot gefahren wurde.

P.S. Herr Ex-Nachbar, gestern im Kino den Trailer für Bambi 2 gesehen. Nach einer Geschichte von Stephen King. The ghastly return of zombifawn.


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Liebe Frau Nuf.

Gerade von intensiven Feldstudien aus Bayern zurückgekehrt muss ich in Ihrem Blog dieselbe niederschmetternde Feststellung machen, wie schon »drunten«: noch so viel humanistischer Bildungsstaat konnte nicht bewirken, was Franz-Josef-Strauß-Gott-hab-ihn-selig (und seine Vorgänger, die andern Kaiserln) vergeigt ham:

Oimol a Bayer, oizeit a Bayer.
Da können die Lederhoslna noch so viel studierrr'n wie's wolln und ummanandergschaftln, ös bringat doch ois a nix.

Schreiben Sie doch höchstselbst:
»Was haben wir damals als Kind geweint, wie Bambi tot gefahren wurde!!! )«

Vier Verfehlungen in einem Satz. Davon 3 typisch bayrische! Und es handelt sich nicht um Tippfehler, die jedem Saupreißn auch widerfahren hättna sein kunna, — nein.

1. ALS Bambi totgefahren wurde. NICHT WIE. Wirklich, ganz bestimmt nicht WIE.

2. Mehr Ausrufezeichen unterstreichen nicht den Sinngehalt oder die Dringlichkeit eines Satzinhaltes, sondern erhöhen lediglich den Level der AUFdringlichkeit des Autors. Tze.

3. Haben Sie es wieder getan? Nein, jetzt gucken Sie nicht so! FREIZEICHEN VOR EINER SCHLIESSENDEN KLAMMER? *böser böser Blick*

4. Das Allerschlimmste: »Weinerliches Bayernkindl«. Is dem Drecksbambischeisserl halt des Mudda verreckt, dös is a Naturrr, des mus des abkinna sonst is dem nedda a korrräktäs Reh nicht. Und wenn's a e Jager gmocht het, dös is halt a Darrrwin, des ghört so, des hat oa d'Franzl gsogt und oa unser DokterFranzJosfStraußGotthabihnselig und oa der Ede is ja a Jäger. Anders kumma nit an a guads Schnitzl net und des is Bayern und darauf simma stolz und des essma mit Knödln und a feine Soß und nix anders wie des wollma net! Prost!


Sakrakruzitürken! vom lik™

P.S: Bitte langweilen Sie mich nicht mit fluchtartig anmutenden Hinweisen auf Franken. Es ist nicht unabhängig und es WIRD NIE unabhängig werden. Basta.
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Hat jemand mal 750 €? Dann gehe ich mit meinem Blog an die Börse.

SPON ist zu früh mit dem Aprilscherz.
In einem Artikel wird darüber berichtet, dass man soeben herausgefunden hat, dass Vögel mit Hilfe ihrer Stimmbänder zwitschern und die Töne nicht durch das Pressen von Luft durch Öffnungen im Schnabel erzeugen. Wow! Ich würde den Herren Forschern gerne persönlich die Hand schütteln. Hat man denn ausführlich geprüft, ob der liebliche Gesang der Nachtigall wirklich nichts mit Pressluft in ihrer Kloake zu tun hat?

Statistisch gesehen ist jeder 20. Film gut. Inside Man war sehr gut. Obwohl ich nach ca. 20 Minuten Pipi musste. Konnte aber nicht gehen, war einfach zu spannend. Mehr zum Film und wie immer nicht nachzuahmen bei Anke Gröner.

Ix von und zu Blogger im Blogtalk über Fäkalien und andere Schweinereien.
Fast so interessant wie ich im Blogtalk. Bin übrigens immer noch enttäuscht, dass niemand über meinen tollen Web 2.0 Witz gelacht hat.

28 März 2006
War das eigentlich der längste und kälteste Winter meines Lebens?
Als gestern die Sonne schien, entschloss ich mich, meine Überstunden zu nutzen und das Kind früher aus dem Kindergarten abzuholen. Als ich ihm sagte, es müsse seine Presswurstjacke nicht anziehen, erstrahlte das Gesicht und es fragte: Ist jetzt Frühling?
Ja, jetzt ist Frühling. Wir liefen den Weg nach Hause und sangen Abwandlungen bestimmter Volkslieder. Ganz so wie Axels Hackes Der weiße Neger Wumbaba
# Kommt ein Vogel geflogen, setzt sich auf einen Schooooß,
hat nen Zeppel im Schnapel von Dimutti nen Gruuuuuß!
Am Spielplatz fühlte ich mich dann wie die Fleisch gewordene Verantwortungslosigkeit, denn die anderen Frauen hatten entschieden, die Kinder weiterhin in einer sich an einen Ball angleichende Form in Winterjacken mit Mützen und Schals umherlaufen zu lassen. Außerdem sprangen sie alle zehn Minuten panisch auf und betasteten die Köpfe und Hände der Kinder, um sicher zu gehen, dass sie nicht vielleicht doch fürchterlich froren.
Die Kinder schubsten sich gegenseitig um und panierten sich im noch feuchten Sand, worauf die aufgescheuchten Mütter wieder los rannten und einer Unterkühlung durch Rubbeln der Kinderkleidungsbälle entegegenwirken wollten.
Ich setzte mich derweil in das Kinderspielplatzsegelboot und ließ mich vom Kind um die Welt segeln. Die Sonne schien auf meine Nase und der Wellengang machte mich angenehm schläfrig. Das war alles wunderbar. Bis das Kind mich mit Fragen löcherte, die ich nicht beantworten konnte.
- Warum verhalten sich Salz und Pfeffer unterschiedlich, wenn man einen statisch aufgeladenen Plexiglasstab (O-Ton "ein gerubbeltes Röhrchen") in ein Gemisch der beiden Gewürze hält?
oder
- Wie baut man nochmal ein Periskop?
Stirnrunzelnd starre ich in die milde Frühlingssonne. Da gab es eine Aufgabe, die hat mir und meinem damaligen Freund mal ein Gast auf einer Party gestellt. Wir haben die ganze Nacht daran gerätselt, keine Lösung gefunden, gerieten in Streit, redeten die ganze Fahrt von Köln nach Bamberg nicht miteinander und trennten uns schließlich. Ich war der Meinung, dass es im n-dimensionalen Raum eine Lösung gäbe und er nicht.
Ich fand, wenn das Kind mir den Tag mit Fragen verdirbt, dann sollte es sich ebenfalls ein Paar Gedanken machen:
"Zeichne in die obere Hälfte eines Blattes drei freistehende Quadrate. Zeichne dann darunter drei weitere Quadrate. Die oberen Quadrate bezeichnest du mit "E", "W" und "G" (E-Werk, Wasserwerk und Gaswerk). Die unteren Quadrate sind drei Häuser. Nun braucht jedes Haus eine direkte Leitung von jedem Versorgungsunternehmen. Wichtig ist nur eines: Keine der Leitungen darf sich irgendwo überschneiden."

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27 März 2006
Die Bohne ist gegenüber der Kartoffel ein in Deutschland gering geschätztes Nahrungsmittel. Noch unbeliebter ist der Bohnenstroh. Denn Bohnenstroh enthält keine Samen und man kann daraus keine neue Pflanze wachsen lassen. Bohnenstroh ist also unfruchtbar und hat somit keinerlei Potenz vorzuweisen.
Im übertragenen Sinne beschreibt die Redewendung "dumm wie Bohnenstroh" folglich die Geringschätzung der geistigen Potenz.
Viel einleuchtender erschien mit die Erklärung meines geschätzten Ex-Nachbarn, der mit glaubhaft versicherte, dass die Redewendung auf die missglückten Experimentreihen eines gewissen Stefan Bohnenstrohs zurück ginge. Der hatte sich einen Namen gemacht, weil die meisten seiner Experimente mit dem Brennen seines Bartes endete.
(Zwei Jahre habe ich das geglaubt und verbreitet! Meine Rache war furchtbar. Er kannte den Plot von Bambi nicht und ich nutzte die Gelegenheit und erzählte ihm die wahre Geschichte von Bambi. Bambi, einer der grausamsten Walt Disney Filme. Bambi, das arme Rehkitz, dass den Ausläufen der Zivilisation zum Opfer fiel, weil hartherzige Industrielle ein sechsspurige Autobahn durch Bambis Wald bauten. Was haben wir damals als Kind geweint, wie Bambi tot gefahren wurde!!! )*
Wahrheit ist eben ein sozialer Begriff. Man hört von den Eltern, dass es einen Weihnachtsmann gibt. Am 24.12. findet man Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Als die ersten Zweifel an der Geschichte mit dem Mann im roten Mantel kommen, fragt man seine Kumpels im Kindergarten und es wird bestätigt, auch da war der Mann und hat Geschenke gebracht. Warum also anzweifeln?
Gegen Geschenke ist schließlich nichts einzuwenden.
Aus diesem Grund habe ich irgendwann mal meine Amazon-Wunschliste angelegt. Andere Blogger hatten auch welche und Freunde berichteten mir, dass sie Freunde hätten, deren Bekannten erzählten, dass deren Freunde schon mal was von der Wunschliste geschenkt bekommen hätten.

Und am Samstag geschah dann mein persönliches Weihnachtswunder. Ich bekam ein Päckchen von Amazon. Gespendet von jemanden, den ich gar nicht kenne. Einfach so! Geschenkt!
Das ist so wunderbar!
Vielen Tausend Dank! Ich kann mich kaum erinnern, wann ich mich das letzte Mal so gefreut habe!

Am 6. Mai sollte man in Hamburg sein. Vorausgesetzt man mag Blogger und Lesungen. Die Besetzung ist kaum zu übertreffen und ich fühle mich sehr geehrt dabei zu sein. Es lesen:
Mek
MC Winkel
Don Dahlmann
Schwadroneuse
St. Burnster
Malcolm
Kid37
Paulsen
Frau Frank
Lyssa
Merlix
Lu

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24 März 2006
Hab' unser Haus in Neuseeland verkauft, weil mich die Fensterputzerei genervt hat.

Quelle

23 März 2006
Schaaaahaaatz? Was machen wir heute Abend? Ich hab da ein neues Projekt im Auge. Wollen wir damit beginnen?

Quelle

Oh nein! Erst das mit der Nachbarin und jetzt verkauft EDEKA das hier:


22 März 2006
Gründe, um Schluß zu machen, gibt es unendlich viele. Von meiner ersten großen Liebe musste ich mich nach zwei Jahren trennen, weil mir das falsche Leberkäsebrötchen gabracht wurde. Meine zweite Beziehung fand ihr Ende weil es keine Antwort auf die hypothetische Frage gab: "Wo würdest Du mir an einem Sonntag Nachmittag Fischstäbchen besorgen?" (Wir lebten in einem bayerischen Ort fern jeglicher Zivilisation)
Meine Beziehungen endeten aber nicht alle aufgrund spezieller Nahrungsmittel oder deren Mangel. Einmal habe ich es einfach nicht mehr ausgehalten, dass er immer Schlüpfer sagte. Daran erinnerte mich heute das Wortschnittchen.

Im Laufe einer Beziehung gibt es bestimmte neuralgische Augenblicke. Einer davon ist das erste gemeinsame Erwachen.
Mir hat in meiner Jugend einmal ein etwas älterer Mann postnoctale Erlebnisse mit nächtlichen Eroberungen geschildert, die sich tief in meine Psyche eingegraben haben. Von Make-up-Resten im Damenbart war da die Rede. Detaillierter will ich nicht auf die Schilderungen eingehen. So war mir seitdem klar, wer auch immer neben mir aufwacht, soll ein solches traumatisches Erlebnis nicht haben.
Ich erinnere mich beispielsweise noch recht deutlich an die erste Nacht mit meinem langjährigen Freund. Die Uni zwang mich zu diesem Zeitpunkt ein Praktikum in Niedersachsen zu machen. Er kam mich aus dem fernen Berlin besuchen (über seinen Koffer schreibe ich vielleicht ein anders Mal...). Am Morgen darauf wurde ich von Vogelgezwitscher geweckt. Die Uhr zeigte 5.30 Uhr. Genau die richtige Uhrzeit schnell auf zuspringen und sich ein wenig frisch zu machen. Ich schlich ins Bad, putze mir die Zähne, kämmte meine Haare, nahm eilig eine Dusche, rasierte noch schnell die Beine und andere wichtige Zonen, frischte die Mani- und Pediküre des Vortags auf, noch rasch ein wenig Make-up, Wimperntusche, einen Hauch Lidschatten, der farblich auf die Unterwäsche abgestimmt war und schon konnte ich wieder ins warme Bettchen zurück kriechen. Da drapierte ich mich möglichst ästhetisch aussehend mit einem Lächeln und einer kunstvoll über meinen Körper arrangierten Decke neben ihn und stellte mich schlafend, während ich seinem regelmäßigen Atem lauschte.
Sechs Stunden später wurde er wach und ich blinzelte ihn, möglichst niedlich wirkend an und hauchte ihm einen Gutenmorgengruß entgegen.
So ist das in der Zeit, in der man verliebt ist.
Einige Jahre später hat sich das Bild geändert.
Gerädert vom Alltag, von der Arbeit, vom Alter fällt man Abends ins Bett. Gerade mal Zähneputzen hat man geschafft. Abschminken war nicht drin. Kann man ja ein anderes Mal machen. Wenn dann um 6.30 Uhr der Wecker klingelt, wälzt man sich noch drei Mal Hin- und Her und grunzt dem Partner ein "Gutmmorg" entgegen. Wenn der es wagt, einen schon um 7.30 Uhr mit Kaffee zu wecken, raunzt man ihn erneut an und rollt sich missmutig aus der Schlafkuhle.
Von dort geht es an den Frühstückstisch. Die Wimperntusche klebt unter den Augen, dass man aussieht als wäre man am Vorabend gefeierter Star einer Gruftiparty gewesen. Die Haare hängen größtenteils strähnig ins Gesicht, nur der Pony, der steht kreuz und quer nach oben. Vom Atem wollen wir nicht sprechen. Man trägt ein uraltes, ausgeleiertes T-Shirt und eine an den Knien ausgebeulte Jogginghose. In der Regel prangt an einer gut einsehbaren Stelle ein kartografierungswürdiger Pickel mit Eiterkuppe.
Man weiß, dass man aussieht wie ein Monster, aber nach mehreren glücklichen Beziehungsjahren, weiß man, es geht gar nicht ums Aussehen, nur der Charakter zählt. "Er liebt mich wie ich bin", denkt man während man kaffeeschlürfend die Hühneraugen an den Füßen begutachtet.
Bis eines Morgens etwas passiert.
Der Freund verabschiedet sich zur Arbeit, öffnet die Eingangstür und gibt so den Blick frei zur nachbarlichen Eingangstür, wo just der Nachbar hervor tritt und ebenfalls von seiner Freundin verabschiedet wird. Gesehen hat man die noch nie, vom Hören kennt man sie aber die letzten beiden Jahre.
Und oh Schreck!
Oh Unglück!
Über die Schulter des eigenen Freundes ergibt die Musterung einen Horrorbefund.
Einen Meter sechzig ist sie maximal. Wiegt kaum fünfzig Kilo. Ihr Haar ordentlich zu einem Zopf zusammengebunden. Ihren Pfefferminzatem kann man bis zum anderen Flurende riechen. Sie trägt ein enges, türkis-blau geringeltes Oberteil, dazu passend ein keckes Höschen.
Ihr Teint strahlt, dass ich eine Sonnenbrille brauche und als ich auf ihre Füßchen, maximal Schuhgröße 36 schaue, möchte ich sie spontan küssen, so niedlich sehen sie aus.
Dann stellt sie sich auf die Zehenspitzen und gibt dem Nachbarn einen langen, sanften Kuss. Der Nachbar und mein Freund treffen sich in der Mitte das Gangs und blicken noch einmal auf die geöffnete Wohnungstüren zu ihren Partnerinnen zurück. Ich schreie durch den Gang: "Sie mag besser aussehen, aber SCHLAUER bin ich!" und knalle die Tür zu, dass sie fast aus den Angeln fällt. "Schlampe!"

21 März 2006
Zeit, mal wieder ein Bilderrätsel zu machen:

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Da hat die Blogger-Bild doch glatt mal was Nettes gefunden. 25peeps.com ist eine Art statisches Big Brother. Dort kämpfen 25 Bilder um Klicks. Das mit den wenigsten fliegt raus.

Wäre ich noch jung, ginge ich dorthin

Außerdem sehr schrägen Traum gehabt in denen die Herren undundund und Qwert eine Hauptrolle spielten. Kennen die sich eigentlich?

20 März 2006
Hierlang
Ich bin ja so aufgeregt!

Hallo? Geht ihr bitte mal rüber? Hier 22 online und drüben gähnende Leere?
Klickt den Link! Klickt den Link! Klickt den Link!

Blogtalk kann ich nur empfehlen. Man kann währenddessen super Lulu machen gehen. Von welcher Interviewform kann man das noch behaupten?

19 März 2006
Studien haben ergeben, dass nur 14% aller Leser die Links klicken. Das kann fatale Folgen haben. Ich kann davon nur abraten. Deswegen hier klicken.
Als Nachtrag hierzu

Meine liebsten Suchanfragen der Woche:
ding dong die hex ist tot lyrics
angie eine frau geht seinen weg
liebe muss weh tun (mit bildern)

Und nicht vergessen: Montag Abend 20.30 Uhr Blogtalk

Heute sieben Mal durch den neuen Tiergartentunnel gelaufen. Vorneweg das Kind, völlig high, nach dem langen Winter das erste Mal wieder auf dem Fahrrad. Hinter uns eine porno Blaskapelle, die von einer Dame per Megaphon angesungen wurde*.
Wir Erwachsenen hinter dem Kind joggend und bei Passanten entschuldigend, die Kind im Enthusiasmus um- oder angefahren hat. Dabei gefühlt, als sei ich Bodyguard des Kindes, welches eigentlich Kind des amerikanischen Präsidenten ist.
Im Tunneleingang und -ausgang wurden Infomaterialien für und gegen den Tunnel verteilt. Das wichtigste Argument habe ich auf keinem der Flyer gefunden: Man könnte alle ätzenden Veranstaltungen einfach in den Tunnel verlagern. Allen voran die Loveparade. Tunnel auf, eine Millionen Technodorfgören rein, Tunnel zu. Oder sinnfreie Demos. Hartz IV Montagsdemo - vom Potsdamer Platz durch den Tunnel zum Lehrter Stadtbahnhof und zurück. Dann müßten nie mehr Straßen gesperrt werden und das Stauthema hätte sich endlich erledigt. Allein davon hätten sich die 400 Milliarden Baukosten doch schon gelohnt!

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Zuhause Schweinebraten mit Kartoffelklößen (nicht im Bild) zubereitet. Mich dabei sehr gewundert, dass ich mich 1999 entschlossen hatte, für vier Jahre Vegetarier zu werden. Wahrscheinlich einfach, weil ich ein freudloser Mensch sein wollte. Oder auch um universelle Ausrede zu haben, warum ich so seltsam bin. Vier Jahre ohne Fleisch, acht ohne Fernsehen, zehn ohne Alkohol und dreißig Jahre ohne Obst. Das geht nicht spurlos an einem vorbei. (Zehn Jahre Schokoladen und Häagen Dasz-Abhängigkeit auch nicht)

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*Wer weiß, wie sie heißt, bitte melden.

17 März 2006
Zur Zeit sinken meine Visits kontinuierlich. Deswegen ist es Zeit für einige Maßnahmen. Zum Beipsiel Links mit Wörtern, die v.a. Suchmaschinenbenutzer anlocken.
Geiler-Porno-Psycho-Schwul-Artikel

Besser wäre, rein statistisch:

Wo bist Du mein Sonnenlicht, Germany next Topmodel, Tekkan, Tokio Hotel, Flashgames
Kombinationen und Aufhübschungen davon sind noch viel versprechender:
Tokio Hotel nackt mit barbusige Germany next Topmodel; Neues kostenloses Tekkan-Flashgame zum Download; Wo bist Du mein Sonnenlicht Porno-Version; heiße, willige Topmodels im Sonnenlicht ...

15 März 2006
Der Vorschlag der Hessen für den Test für einbürgerungswillige Ausländer ist genauso haarsträubend wie das Kitaquiz.

Das man als Erwachsener den Kindern ein Vorbild ist, merkt man v.a. dann wenn man Erwachsener und Kind in vertauschten Rollen spielt. Wenn ich den Kleinen von der Kita abhole, spielt er das mit Vorliebe. Er ist Papa und ich bin Kind. Dafür erhalte ich genaue Verhaltensanweisungen: "Du musst jetzt lamsam hinter mir her laufen und dabei heulen!"
Ich trippel folglich jaulend und schniefend hinter ihm her und er geht in großen Schritten voraus und ruft dabei Dinge, wie: "Komm jetzt endlich! Ich werde lamsam ungeduldig!" oder "Muss ich erst die nervige Stimme machen?"
Spätestens da wird einem diese Vorbildsache bewußt. Wenigstens bekomme ich am Ende unserer Ausflüge eine halbe Bratwurst, wenn ich im Einkaufszentrum lieb war.
Zum Vorbildsein gehört auch Disziplin und Selbstkontrolle. Viele Dinge, die ich mit Vorliebe mache, darf ich nicht machen, wenn das Kind da ist. Dazu gehören:
a) mehr als 10 Stunden vor dem Rechner sitzen
b) mich von Pizza, Eis und Schokolade ernähren
c) nicht raus gehen wollen
und
d) alle Klamotten und das gebrauchte Geschirr rumliegen und -stehen lassen
Das ist echt hart!
Das Schlimme ist, das Kind kommt einem immer wieder auf die Schliche. Wir haben dem Kind, um endlose Diskussionen zu vermeiden, beispielsweise verschwiegen, dass wir mittlerweile Internet haben. Ich habe also immer ein Worddokument auf, wenn ich surfe, denn wenn das Kind kommt, tippe ich da Buchstaben rein.
Einmal schlich es sich von hinten an und ich konnte nicht rechtzeitig umstellen. Es schaute mich sehr ernst an und sagte: "Aha! Ihr habt also doch Internet." Ich schüttelte den Kopf, blickte dabei aber zu Boden. Es hieß mich, ihm das Worddokument zu zeigen. Da standen nur sinnlos aneinander gereihte Buchstaben. Es las vom Bildschirm "R F T T S T? Rfftst?", schaute mich an, schüttelte den Kopf und ging wortlos aus dem Zimmer. Ich habe mich hinterher sehr geschämt.
Ein anderes Mal habe ich in unserer Speisekammer heimlich Schokolade gegessen. (Ich muss täglich mindestens 200 Gramm Schokolade zu mir nehmen, sonst sterbe ich. Ich esse sie aber heimlich, weil das Kind soll das nicht sehen.)
Genau 15 Minuten nachdem ich aus der Vorratskammer gekommen war, las ich dem Kind ein Märchen vor, als es sich über meine Beine zu meinem Gesicht lehnte, an meinem Gesicht schnüffelte und sagte: "AHA! Du hast schon wieder Schokolade gegessen."

Apropos Kind und Erwachsenenleiden. Ich habe schon mal über eine Hörspielsucht-Selbsthilfegruppe nachgedacht. Eine andere, dringend notwendige Austauschmöglchkeit mit anderen Erwachsenen würde ich gerne zum Thema Brunnengucken schaffen.
Es ist mir psychologisch völlig unklar, aber Kinder lieben Brunnen.
Brunnen aller Art, vom leise plätschernden Zimmerbrunnen über den Gartenzierbrunnen bis hin zum ausgewachsenen Freiluft- oder Einkauszenterbrunnen.
Immer - wirklich IMMER wenn wir beispielsweise im Ringcenter sind, müssen wir bei dem stinkenden, hässlichen Brunnen im Eingangsbereich stoppen und ihn bestaunen. Meistens mit Hinsetzen. Dort schaue ich in eine Runde verzweifelter Erwachsener, die Begeisterung für diese wasserzirkulierenden Pissoirs vorgaukeln müssen. Das ist so langweilig! Grauenhaft!
Wenn die Brunnen unterschiedliche Möglichkeiten haben, das Wasser rhythmisch zu verspritzen, muss man zusätzlich Fragen beantworten.
- Warum spritzt das Wasser nach oooben?
- Warum macht das Wasser Booogen?
- Warum gibt es eine Pumpe?
- Warum ist jetzt in der Mitte Wasser aber am Rand nihich?
- Wie funksioniert eine Pumpe?
Hmpf. Und wenn man antwortet, dann hören sie gar nicht hin.
"Es gibt verschiedene Arten von Pumpen. Membranpumpen arbeiten ähnlich wie Kolbenpumpen, nur dass statt des Kolbens eine Gummimembran hin und herbewegt wird und somit ein Volumen alternierend größer und kleiner wird. Die Membran wird üblicherweise mit einem Exenter bewegt, der wiederum auf einer Motorwelle sitzt. Das trifft aber nicht bei kleinen Brunnen zu. Da kommen eher Kreiselpumpen zum Einsatz.
Schwingkolbenpumpen werden aufgrund des Krachs, den sie machen eher selten für Brunnen eingesetzt."

14 März 2006
Größte Deutschstunde der Welt lockt mehr Menschen als größte Bloglesung Deutschlands an.
150.000? Respekt. So korinthenkackerisch ist Deutschland also?

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Super! Gestern bei Plus 3.000 hundert Euroscheine im Acrylblock gekauft. Verkäufer gesagt, dass Acrylblock exklusive Präsentidee und edler Schreibtisch-Aufsteller in einem. Gegen Mittelklassewagen getauscht. Verkäufer glücklich.
Meinem Freund noch schnell sprechenden Bilderrahmen mitgebracht.

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sprechendes Bild

13 März 2006
Es gibt Menschen, die aus Prinzip Sachen blöd finden, weil andere sie gut finden. Deswegen können sie bestimmte Dinge nicht tun, weil sie von anderen Menschen, die sie auch blöd finden, gut gefunden werden. Sie können zum Beispiel nicht Brokeback Mountain anschauen. Dabei würden sie so gerne. Die ganze Welt spricht davon und sie sagen lediglich: Ach ist doch blöd. Warum sie den Film blöd finden, können sie leider nicht differenziert darstellen. Schließlich haben sie ihn nicht gesehen.
Abhilfe verschafft hier die Zusammenfassung Die, die ihn anschauen können. Anschauen. Aber nicht hier lesen.

Bloglesungen waren gestern, heute gibt es Blogtalk. Heute in einer Woche um 20.30 Uhr. Kommen Sie und hören sehen reloaden Sie!
Gerne können Fragen in den Kommentaren hinterlassen werden. Ich werde auch mindestens einmal wahrheitsgemäß antworten, versprochen!

Den Fernseher habe ich abgeschafft, weil ich im Grunde schwer fernsehsüchtig bin. Ich schaue alles. Alles. Keine Ausnahme. Hauptsache die Bilder bewegen sich. Sogar RTL II. Da sogar die Nachrichten.
Deswegen habe ich das Fernsehempfangsgerät vor Jahren abgeschafft. Nicht weil ich zu intellektuell dafür bin, sondern einfach um meinen Bildungsverfall zu bremsen. Um nicht schon mit 32 nur noch krakeelend wie Beavis und Buttheadt vor der Flimmerkiste zu sitzen. Leider hilft das im allgemeinen Thema der Suchtproblematik nicht weiter.
Die Sucht verlagert sich lediglich und so bin ich DVD abhängig geworden.
Ich setze mich vor meinen Rechner und schaue DVDs. Tag und Nacht, wenn ich nicht lästigerweise das Haus verlassen muss. Dabei stopfe ich mir Schokoladestückchen wie Chips in den Mund. Ich bin eben in jeder Hinsicht effizient. Wieso mühsam Fett aufbauen indem ich Tonnen an Kartoffelchips in mich stopfe, wenn es doch vier Mal so schnell mittes Schokolade mit Cremefüllungen und Marzipan geht?
Das ist eigentlich fast das perfekte Leben. DVDs schauen und langsam verfetten. Bis der Hintern im Schreibtischstuhl stecken bleibt. Spätestens dann hätte ich aber ein Problem. Denn um DVDs auszuleihen muss ich die Wohnung verlassen. Das hat mir bisdato Kopfzerbrechen bereitet
Zum Glück hat das jetzt endlich ein Ende. Ich bin seit gestern Mitglied bei Amango. Dort habe ich mir eine 200 Items umfassende Wunschliste erstellt und bekomme die DVDs jetzt mit der Post zugeschickt. Großartig! Kaisers liefert die Schokolade, Amango die DVDs, der Heimarbeitsplatz ist beantragt. Ich rücke meinem Traum vom Inhouseleben immer näher!

10 März 2006
Gestern krampfhaft versucht bei Syriana nicht einzuschlafen. Darüber gegrübelt wofür George Clooney einen Oscar bekommen hat und wer oder was Syriana ist? Mich gefragt, wie Dr. Bashir zum Prinzen wurde. Befürchtet, dass ich zu doof bin den Film zu verstehen und gewünscht, ich wäre doch in die Originalfassung gegangen, um hinterher alles auf Sprachschwierigkeiten schieben zu können.

Zitat des Tages:
"Dankbarkeit ist aller Laster Anfang!"
Willy von Biene Maja in der Folge Maja bei den Ameisen

09 März 2006 08 März 2006
Gestern habe ich nach ca. 150 Tagen völliger Enthaltsamkeit Gelegenheit gehabt dem deutschen Fernsehprogramm zu folgen.
Angefangen habe ich mit "ER". Früher fand ich das total aufregend. Aber das war noch, als ich in George Clooney verliebt war. Das bin ich aber nicht mehr, weil George auf magersüchtige Knochengestelle steht und da wäre aus uns ohnehin nichts geworden. Wenn ich da nur an die langweiligen DVD-Abende mit George denke. George und ich auf meinem Sofa. Zwischen uns sein Hausschwein. George zieht sich für Syriana ein Häagen Dazs nach dem anderen rein und schaut mich immer böse an, wenn ich auch nur am Packungssdeckel lecke: "Oh nooo Nuf, no, no, no, you'll get fat like my pig! Stop it! Stop it!"
Bei 35 Kanälen kann ich nicht mehr als fünf Minuten einem Programm folgen. Also zappe ich mich munter durch die Sender, bis ich schließlich bei MTV hängen bleibe. Da lief eine Sendung, die hieß so ähnlich wie "hundred hotties". Frecherweise, war da Heath Ledger auf Platz 39 und SKANDAL!!! Hugh Jackmann auf Platz 37. Allein das hat schon gezeigt, dass die Sendung eigentlich doof sein muss. Zwischen den Plätzen 36 bis 15 kamen dann ausschließlich Kinder, die ich nicht kannte. Ja und dann, dann kam Adrien Brody, den ich schon bei King Kong herzerweichend fand. Danach habe ich ihn in "The Jacket" angeschmachtet und den ganzen Abend darüber geflucht, dass sein weiblicher Gegenpart eins von diesen kaum volljährigen Mädchen war, die ich nicht auseinander halten kann, weil sie alle gleich aussehen Keira Knightley, Natalie Portman oder Jessica Alba.
Egal. Jedenfalls habe ich mich vollends verliebt, als ich gesehen habe, wie Adrian mit seinem Popo gewackelt hat, als Queen Latifah ihn bei den MTV-Movie Awards abgeknutscht hat. Wie gerne würde ich für dieses Lächeln jeden Tag kochen, bis er endlich was auf den Rippen hat. Zum Frisör müßte er auch mal dringend. Aber sonst! Soooo süüüß!
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07 März 2006
Nachtrag zum Thema GEZ

Die Wohnungssuche nahm unter anderem so viel Zeit in Anspruch, weil wir eine Wohnung in der Nähe der Kita suchten. Drei Wochen nach unserem Umzug ist die Kita dann abgebrannt. In folge dessen wurden die Kinder Woche für Woche von Ersatzkita zu Ersatzkita geschoben. Dabei konnte natürlich keine Rücksicht auf die Anfahrtswege genommen werden. Ich muss zugeben, dass alle Ausweichkitas im Prenzlauer Berg waren. Leider oft so ungünstig gelegen, dass ein Anfahrtsweg von gut einer Stunde keine Seltenheit war.
Es ist also nicht verwunderlich, dass die meisten Eltern sich entschlossen, ihre Kinder in anderen Kindergärten unterzubringen. Nach drei Monaten waren wir auch so weit. Im Grunde war die alte Kita ohnehin nicht mehr der Hit. Die meisten Kinder hatten keine Zähne, weil die Eltern der Meinung waren, Milchzähne fielen soweiso aus - also warum groß Zeit mit Zähneputzen verschwenden?
Sehr gefallen hat mir auch folgende Anmerkung:
"Liebe Eltern, können sie ihrem Kind nicht mal was Süßes für die Vesper in das Brotdöschen geben? Ihr Kind kann sonst nie mit den anderen Kindern tauschen! Immer diese rohen Paprika, Möhren und das Obst!"
Nach einigem Suchen haben wir einen neuen Platz gefunden und ich würde die Situation klassisch als vom Regen in die Traufe kommen bezeichnen.
Da merkte die Kitatante nämlich nach einer Woche an: "Ihr Kind hat gravierende Mängel im Allgemeinwissen."
- Aha? Woran machen sie das denn fest?
- Nun, wir haben hier ein Quiz, da antwortet ihr Kind entweder falsch oder gar nicht.
- Hm, was sind denn das für Fragen?
- Zum Beispiel: Wo werden Rehkitze geboren?
- Ja und was hat er geantwortet?
- Im Zoo!
- Ja und? Stimmt doch?
- Nein, es muss heißen: im Wald.
- Äh? Was wollen sie denn sonst noch so wissen?

Und nun liebe Leser. Wer alle fünf Fragen ohne google und wikipedia beantworten kann, der darf in die Kita. Alle anderen haben gravierende Bildungsmängel.

1) Was ist ein Säugetier?
2) Was ist ein Einbaum?
3) Was ist ein Baobab?
4) Was ist ein Warranawonkong?
5) Was ist ein Saugknopf?

Katzen sind seltsam. Sie machen Dinge, die ich nicht verstehe und die meiner Meinung nach evolutionstheoretisch wenig Sinn machen. Dieses permanente Haaren beispielsweise. Eigentlich muss man eine Katze nicht mal berühren und schon ist man vollgehaart. Die Härchen stecken sich in die Maschen eines jeden Stoffs, egal wie eng sie gewoben sind.
Obwohl es nur Nanosekunden dauert bis man von oben bis unten mit Haaren gespickt, gibt es keinen Weg die Haare wieder los zu werden. Bürsten, Klebeband, Pinzette ... alles ohne Effekt.
In der Regel habe ich ohnehin mit Katzen nichts am Hut. Es gibt aber Ausnahmesituationen, die einen Kontakt unumgänglich machen. Im Moment versorge ich zum Beipsiel die beiden Katzen meiner Freundin. Sie heißen Rum und Vodka. Bevor meine Freundin in den Urlaub fuhr, hat sie mir genau erklärt was ich machen muss. Wasser austauschen im Standardschälchen, aus dem die Katzen aber nie trinken würden. Deswegen ist es umso wichtiger, das Wasser in der Tasse am Tisch auszutauschen, von denen die Katzen glauben, es sei für Menschen bereit gestellt.
Dann bekommen sie ein Napf Trockenbrekkies und drei Portionen Glibbermatsch. Den Glibber gibt es in den Geschmacksrichtungen Forelle & Makrele, Pute & Leber und Rind. Stinkt aber immer gleich.
Der wahre Spaß ist aber das Katzenkloputzen. Ich kenne mich mit Katzen wirklich nicht gut aus, aber als Psychologin würde ich sagen, die Katzen vermissen ihr Frauchen bitterlich, was einen seltsamen Stoffwechselprozess in Gang setzt und deswegen kacken die Katzen jeden Tag ein Pfund. Jede Katze ein Pfund, versteht sich.
Meine Freundin hatte mir vorgemacht wie man das Katzenstreu liebevoll nach Katzenpipi und Kacki durchsiebt. Völlig unnötig, denn diese Haufen sind nicht zu übersehen. Also schaufele ich jeden Tag gut ein Kilo Katzenwürste und anderthalb Kilo agglomeriertes Katzenpipi am Stück aus dem Katzenklo. Immer wenn ich das mache, fällt Rum ein, dass sie ganz dringend muss. Sie setzt sich völlig schamlos vor meine Nase und drückt eine weitere, stinkende Wurst auf den Kotberg. Dabei schaut sie seltsam entrückt und wenn sie fertig ist mauzt sie stolz.
Erlebnisse dieser Art bringen mir das Thema "Frau liebt Katze" einfach nicht näher.
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06 März 2006
Gibt es in der werten Leserschaft Meinungen oder Empfehlungen zum Thema Brotbackautomat?

Ich glaube, das ist was für den Herrn Zweiblum.
Gefunden in der Krambox

Lesen Sie das Original, wenn es um Oscar-Bloggen geht
Danach die Bilder. Ich betone D A N A C H. Definitiv schönstes Kleid

05 März 2006
Als Trychophobiker bin ich selbstredend gegen Haare. Zumindest an bestimmten Stellen. An den meisten, um genau zu sein. Geschlechtsunabhängig. Haarnester in den Achselhöhlen beispielweise, wer braucht das?
Im zarten Teenageralter habe ich es deswegen mal mit dem Epilieren probiert. Die Werbung verspricht „fast schmerzfrei“ und „4 Wochen haarfrei“. Naiv pubertierend fällt man auf so was rein. Da sieht man vorm geistigen Auge vier Wochen glatt glänzende Beine und kauft sich ein Epiliergerät. Damals gab es kein Internet. Eine vorsichtige Recherche vor der Investition in das Foltergerät war somit nicht möglich. Antiepilierforen waren noch nicht gegründet. Die Frauen litten im Geheimen und ohne es zu wissen, schloss ich mich damals der Marterbewegung an.
Ich erinnere mich genau, wie ich es das erste Mal ausprobierte. Diese Schmerzen. Jede Haarwurzel habe ich einzeln beweint. Mir stand der Schweiß auf der Stirn – aber ich habe weitergemacht. Rupf rupft rupf. Die Zähne zusammengebissen. Wollte schön sein.
Beide Beine an einem Tag habe ich nie geschafft. Auch hat es kaum drei Tage gedauert und die mistigen Haare waren wieder zu sehen. Nur dass gut die Hälfte eingewachsen waren und ich jetzt kleine, rote Pickel auf den Beinen und größere in den Achseln hatte. Also habe ich einfach keine kurzen Sachen mehr getragen, denn alle drei Tage epilieren, das hätte ich nicht durchgestanden. Unmöglich. Aber umsteigen auf eine andere Methode, das wäre betriebswirtschaftlich unklug gewesen. Hatte ich doch die Ersparnisse des letzten halben Jahres für das Epiliergerät ausgegeben. Also musste ich mindestens so lange warten, bis sich die Kosten amortisiert hatten.
Danach versuchte ich Enthaarungscreme. Weniger schmerzhaft aber keine wirklich bessere Methode. Man pinselt die nach Schwefel stinkende Paste auf die entsprechenden Stellen und wartet. Erst die auf der Packungsbeilage angegebenen 12 von 12-20 Minuten. Dann schabt man ein wenig und stellt fest: Nichts hat sich getan. Also wartet man weitere acht Minuten, schabt wieder und erhält das gleiche Resultat, nämlich gar keines. Man geduldet sich noch weitere zehn Minuten aber auch da tut sich nichts. Am Ende ist man behaart wie vorher nur dass man zusätzlich stinkt. Super Sache!
Also blieb nur das Rasieren.
Offensichtlich haben sich bis in die frühen 90er nur Männer rasiert. Da gab es nur diese einlegbaren Klingen für die Schraubrasierer mit denen man sich die Haut von den Schienbeinen geschält hat, als enthäute man eine Tomate. Mein Gott, was hat das früher geblutet! Erst zehn Jahre später erfindet eine Rasierfirma eine Klinge, mit der man sich rasieren kann, ohne einen halben Liter Blut zu verlieren.
Doch im Bereich Rasierschaum und –gel – keinerlei Fortschritte. Jedes Gel duftet männlich herb und schlimmstenfalls hat es eine kühlende Wirkung. Eine, die man an bestimmten, etwas zarteren Stellen nicht haben will. SECHZEHN Jahre Rasieren und dann endlich am Samstag finde ich im Einkaufsregal, was ich mir schon immer gewünscht habe!
Frauen, Trychophobiker und Epiliergegnerinnen, Hand an die Geldbörse und ab zu dm! Dort gibt es Rasiergel für Frauen in ungefähr 37 verschiedenen Duftnoten. Endlich Preiselbeerbeine!!!
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03 März 2006
Seit ca. einem halben Jahr haben wir ein offiziell befreundetes Pärchen. Kaum hatten wir es, kamen zwei weitere hinzu. So ist das im Alter. Man ruft den Partner erst "Schatz" und ein Paar Jahre später "Papa". An den Vornamen kann man sich schon bald nicht mehr erinnern.
In der Zwischenzeit macht man DVD- und Spiele-Abende mit Freunden oder kocht gemeinsam. Manchmal kombiniert man beides. Diese abendlichen Freizeitbeschäftigungen im eigenen Haus eigenen sich v.a. wenn man Kinder hat, denn die sind lange unselbständig und werden schnell hysterisch, wenn man sie mit drei oder vier Jahren mal ein, zwei Abende alleine lässt.
Kaum hat sich der Standard-Spieleabend mit dem Standard-Freundespärchen eingeschlichen, gibt es einen Standard-Salat, den man nebenher mümmelt. Im unseren Hause ist das Feldsalat mit Pilzen und Speck.
Spießigkeit ist keine erstrebenswerte Tugend und da ich Entwicklungsraum für die Jahre zwischen dem 31. und dem 42. Lebensjahr benötige, dachte ich mir, dass ich einfach mal einen anderen Salat mache. Das Internet schien mir dafür genau die richtige Quelle für inspirierendes Blattwerk zu sein. Schnell bei google "Salat Rezept" eingegeben und schon stößt man auf die aufregendsten Zusammenstellungen und interesseweckenden Linkbeschreibungen, wie z.B.: Salat Rezepte sind eigenartigerweise gerade bei Vegetariern sehr beliebt.
Der Salat klingt wirklich köstlich und gerade meinem ehemaligen Stammleser N., der hier nur noch selten liest, kann ich empfehlen, auf den Link zu klicken.

01 März 2006
Armut ist in Berlin mit einer Arbeitslosenquote von rund 20% ein allgegenwärtiges Thema. Besonders die 12% Hartz IV Empfänger leiden sehr, wenn der Winter lang ist, und der Wind von Russland die Temparaturen stetig unter Null Grad hält. Die meisten könnten gar nicht überleben, hätten sich in Berlin ansässige Unternehmen nicht dazu entscheiden, dem Beispiel rheinländischer Unternehmen zu folgen.
Nordrhein-Westfalen, ärmstes Bundesland überhaupt, hat schon lange eine Lösung gefunden. Die dortige Landesregierung erkannte schon früh den Notstand und führte eine einmal im Jahr stattfindende Fütterung der Ärmsten durch. Gut 120 Tonnen Süßigkeiten werden alleine in Köln an das Volk gespendet. Um diese Mengen an Nahrungsmittel zu transportieren benötigt man Wagen. Von dort aus werden die Lebensmittel in den Mob geworfen. Die großzügigen Spender wollen nicht erkannt werden und verkleiden sich deswegen.
Der Pöbel säumt den Straßenrand und hält hin, was man im ärmlichen Haushalt finden konnte. Schürzen, Taschen, Schirme, Bettlaken usw.. Diese Tradition wurde nun ebenfalls in Berlin übernommen. Nicht anders kann ich mir die ausgehungerten Menschen erklären, die ohne Rücksicht auf Verluste nach Bonbons und anderen Raritäten schnappen. Da wirft man gerne mal ein Kind um oder sticht einem Elternteil, der sich schützend vor das Kind geworfen hat, mit dem Regenschirm nieder. Es geht hier ums nackte Überleben. Nicht mehr und nicht weniger. Und wenn da die lästigen Blagen im Weg stehen, rammt man sie einfach um. Das wichtige ist ja, dass man für die nächsten 365 Tage Bonbons hat.

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Ich möchte niemanden persönlich angehen ... aber WER WAR DAS?
Ich meine, ich nehme das nicht persönlich, so von wegen weil die Lesung vielleicht schlecht war. Es ist rein interessehalber. Das trifft mich gar nicht. Man kennt das ja, Blogroll zu lang und dann muss eben jemand gehen. Klar, da kanns auch mal mich erwischen... schon klar. Verletzt mich auch gar nicht. Nicht die Bohne. Hat bestimmt nichts mit mir zu tun. Bestimmt nicht.

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Der "Zwiebelfisch" braucht Verstärkung und sucht daher Langzeitpraktikanten (2 oder 3 Monate).
Sie studieren eine Geisteswissenschaft oder irgendetwas mit Medien und Kommunikation, Sie haben ein Gespür für die Feinheiten der deutschen Sprache und sind begeisterter Leser der Kolumne "Zwiebelfisch"? Wenn Sie Interesse haben, ein Praktikum bei Bastian Sick zu absolvieren und nebenbei die Arbeit in Deutschlands erfolgreichster Online- Redaktion kennen zu lernen, dann bewerben Sie sich!

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SPIEGEL ONLINE
Zwiebelfisch
Brandstwiete 19
20457 Hamburg


Bewerbung um ein Praktikum - lieber doch nicht

Sehr geehrter Zwiebelfisch,
ich habe Geisteswissenschaften studiert und die deutsche Sprache finde ich auch ganz interessant, aber ich will mich trotzdem nicht um ein Praktikum bewerben. Denn diese Wortspalterei klingt für mich nach wenig Spaß. Vor meinem geistigen Ohr höre ich schon die redaktionellen Kantinengespräche:
[...]
Ich: "Ja und dann konnten wir wegen dem schlechten Wetter nicht an die Ostsee!"
Chor: "WEGENDES!"
Ich: "naja jedenfalls machte das wegen des Regens keinen Sinn für mich..."
Chor: "FALSCHÜBERSETZERANGLIZISMUS!"
Ich: "Durch das schlechte Wetter ist der Urlaub schon letztes Jahr ausgefallen..."
Chor: "PRÄPOSITION!"
[...]
Wahrscheinlich bekommt man Mails ausgedruckt und mit rotem Stift korrigiert zurück. Alle haben entzündete Zeigefingersehen, weil sie einander ständig auf Sprachpatzer hinweisen und im Aufenthaltsraum gibt es ein Pinbrett, an dem das Foto des Mitarbeiters hängt, der die meisten Fehler gemacht hat. Jeden Morgen versammelt sich die Redaktion dort und ruft: "Nuuuhuuuf ist die Dümmste, Nuuuhhhuuuf ist die Dümmste! Näänänä nä nä nä!"

P.S. Noch mal zur Ausschreibung: "Deutschlands erfolgreichste Online-Redaktion"? Ich dachte die Zeit gehört zur Georg von Holtzbrinck-Gruppe und hat nichts mit dem Spiegel zu tun?


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